E-Mobil im Gemeindedienst

Hohenfelde testet den Streetscooter

Bauhofsleiter Broder Hansen, Bürgermeisterin Gesa Fink und Vertriebsleiter Robert Kollerbohm stellen den Streetscooter für den Testbetrieb in Dienst.

Bauhofsleiter Broder Hansen, Bürgermeisterin Gesa Fink und Vertriebsleiter Robert Kollerbohm stellen den Streetscooter für den Testbetrieb in Dienst.

Hohenfelde. 37 PS. Eine Reichweite von rund 100 Kilometern. Zwei Sitzplätze. Eine kleine Ladefläche. Das sind die wichtigsten Daten zum Gefährt, mit dem die beiden Hohenfelder Gemeindearbeiter nun unterwegs sind. Sie dürften die ersten Mitarbeiter eines Bauhofes im Kreis Plön sein, die ein solches Auto fahren. In Preetz gibt es immerhin ein Fahrrad mit Akkubetrieb in kommunalen Diensten.

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"Ein sehr, sehr gutes Angebot"

Der frühere Hohenfelder Gemeindevertreter Robert Kollerbohm fädelte den Testversuch ein. Er ist heute Vertriebsleiter des Autohauses Hessengarage in Frankfurt, die die Streetscooter den Kommunen in ganz Deutschland anbieten möchte. Das Unternehmen stellt der Gemeinde kostenlos eine Ladesäule zur Verfügung. Der Streetscooter wird über zwei Jahre geleast. Fink: „Das ist ein sehr, sehr gutes Angebot.“

Drei Tage bis der Akku leer ist

Die ersten Erfahrungen stimmen Bürgermeisterin Fink positiv. Das elektrische Gemeindemobil kommt drei Tage lang mit einer Batterieladung aus. Erst dann muss es an die Ladestation. 90 Kilometer legten die Gemeindearbeiter in dieser  Zeit zurück. Für den normalen Betrieb im Ort ist das ausreichend. Die Gemeindearbeiter leeren die Mülleimer im Ort. Sie mähen Rasenstücke oder fahren zum Klärwerk, um nach dem Rechten zu schauen. Mit der Spareinstellung des Streetscooters könnten es noch mehr Kilometer sein sein, schätzt Gesa Fink.

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Der Wagen könnte etwas größer sein

Sie setzte sich auch selbst ans Steuer und drehte eine Runde hinunter zum Strand und wieder zurück. „Ein tolles Fahrgefühl.“ Mit nur 37 PS komme der Wagen richtig auf Touren. „Mein erster Wagen, ein VW-Käfer, hatte noch weniger.“ Aber auch eine Schwachstelle machen die ersten Fahrten sichtbar: Der Wagen müsste ein bisschen größer sein.

Bauhof verfügt über weitere Akku-Gerätschaft

Hohenfelde stellt auch die Gerätschaft des Bauhofs auf Akkubetrieb um. Motorsensen und der Laubpuster funktionieren schon so. Der Vorteil: Die Geräte sind leiser als ihre mit Benzin betriebenen Verwandten. Gesa Fink: „Es säuselt in Hohenfelde.“ Für einen Ferienort, in dem sich die Gäste Ruhe wünschten, sei das von Vorteil.

Elektrofahrzeuge machen ökologisch einen Sinn, wenn sie auch mit Ökostrom aufgeladen werden. Das ist in Hohenfelde noch nicht der Fall. Falls sich Hohenfelde in zwei Jahren entscheidet, einen Streetscooter oder ein anderes E-Mobil zu kaufen, müsse man das überlegen, so die Bürgermeisterin. Der bisherige VW-Transporter bleibt noch in Diensten der Gemeinde. Ein Ersatzbeschaffung ist für das alte Gefährt aber absehbar.

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Streetscooter 2010 gegründet

Der Streetscooter ist eine besondere Marke. Er stammt nicht aus einem den großen Autohäusern Deutschlands. Professoren der Technischen Hochschule Aachen gründeten  2010 ein eigenes Auto-Unternehmen und entwickelten den kleinen Transporter. 2014 kaufte die Deutsche Post ihnen die Firma ab. Der Streetscooter wird in Aachen und Düren produziert. In den Firmenhallen könnten theoretisch 20.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgeliefert werden.

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