Laboe

Kampf um Schwimmhalle geht weiter

Foto: Maren Biewald klagte: "Es tut mir weh, dass unsere Halle so kampflos aufgegeben wird. Wo ist der Widerstand hin?" Sie schlug vor, der Förderverein Schwimmhalle soll das Marketing übernehmen.

Maren Biewald klagte: "Es tut mir weh, dass unsere Halle so kampflos aufgegeben wird. Wo ist der Widerstand hin?" Sie schlug vor, der Förderverein Schwimmhalle soll das Marketing übernehmen.

Laboe. Roland Hoja appellierte an die Anwesenden. „Lasst uns hier in Laboe das Ding stemmen.“ Er regte an, eine Gruppe ins Leben zu rufen, die ein Konzept entwickelt. "Und nicht nur für ein Versorgungsbad, sondern eines für die touristische Nutzung." Dafür plädierte auch Maren Biewald vom Förderverein: Es sei frevelhaft, touristische Einnahmen außen vor zu lassen. "Es tut mir weh, wie hier kampflos unsere Halle aufgegeben wird. Wo ist denn der Widerstand geblieben?" Sie bot an, der Verein könne das Marketing übernehmen und sich auch finanziell an Expertisen beteiligen.

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Der Bürgermeister winkt ab

Bürgermeister Marc Wenzel (Grüne), selbst Befürworter der Schwimmhalle, betonte dagegen: „Ich sehe keine Perspektive, dass wir diese Schwimmhalle retten können." Ein Jahr lang sei der Hallenbetrieb noch gesichert, dann werde es auf eine Schließung hinauslaufen. Er bezweifle auch, dass ein dritter Bürgerentscheid Erfolg haben werde. „Die Besucherzahlen sinken weiter, die Attraktivität lässt weiter nach“, schilderte Wenzel die Entwicklung. Er sehe keine Tendenz, dass ein Zweckverband die Halle in Laboe unterstützt. „Das bedeutet, wir bleiben mit unserer Schwimmhalle allein“, sagte Wenzel. Denn der „Hilferuf an die Umlandgemeinden ist nun anders gelaufen als gedacht“. Dort gehe der Trend zu einem reinen Versorgungsbad (Lehr- und Schulbecken) an einem anderen Standort als Laboe.

Eine Sanierung am jetzigen Standort war von Gutachtern nicht empfohlen worden. Dafür wurden 2016 Kosten von rund neun Millionen Euro errechnet. "Dafür gibt es in der Gemeindevertretung keine Mehrheit", erklärte Wenzel.

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