Wegen Personalnot

Schwimmhalle Laboe bald wieder zu?

Foto: Schwimmhalle Laboe

Momentan gibt es zwei Schwimmmeisterinnen in der Schwimmhalle Laboe.

Laboe. Die Schwimmhalle in Laboe ist wieder geöffnet. Seit Pfingstmontag kann der Badebetrieb wieder wie gewohnt laufen. "Die Lage hat sich wieder entspannt", hieß es auf Anfrage aus dem Rathaus. Allerdings sei die Personallage nach wie vor heikel. Es stellt sich also die Frage: Ist die Schwimmhalle Laboe bald wieder geschlossen?

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Denn weil der Fortbestand der Schwimmhalle Laboe noch ungewiss ist, kann die Verwaltung nicht mehr Geld für die Schwimmhalle Laboe zur Verfügung stellen. Deshalb bleibt die Personallage vorerst angespannt.

Zwei hauptamtliche Schwimmmeisterinnen in der Schwimmhalle Laboe 

Die Schwimmhalle Laboe hat aktuell zwei hauptamtliche Schwimmmeisterinnen. Eine der beiden noch verbliebenen Schwimmmeisterinnen hatte sich krank gemeldet, die andere war noch im Urlaub. Vorgeschrieben ist aber eine Kombination aus Schwimmmeister und Rettungsschwimmer. Weil dieses Personal nicht einsatzfähig war, bleib dem Rathaus nur die Schließung der Schwimmhalle Laboe.

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In solchen Fällen kann auch die DLRG nicht aushelfen. Die Bademeister sind nicht ausgebildet, die Wasserqualität zu überprüfen oder die Maschinen zu bedienen. Es ist schwierig, mehr Personal zu finden, zumal die Freiwilligen der DLRG im Sommer am Strand im Einsatz sind.

Den ersten Jahrestag des zweiten Bürgerentscheids für den Erhalt der Schwimmhalle Laboe hatte der Förderverein zum Anlass genommen, erneut auf eine Lösung zu drängen. Sowohl am 24. September 2017 als auch beim ersten Entscheid 2014 hatte eine Mehrheit für den Erhalt gestimmt.

Zweckverband für Schwimmhalle Laboe?

Statt eine Konzeption dafür zu entwickeln, drohe der Auftrag der Bürger nun "im parteipolitischen Gezänk unter Druck der Amtsdirektoren zerfleddert zu werden". Wie berichtet, hatte die Gemeindevertretung Ende August einen kurz zuvor vom Werkausschuss gefassten Beschluss wieder aufgehoben. Weil der so verstanden worden war, dass Laboe einen Alleingang wolle, hatten die Amtsdirektoren gedroht, ihre Mitarbeit an einer Schwimmhallenversorgung für die Region einzustellen.

Daraufhin sprach sich die Gemeindevertretung erneut für einen ämterübergreifenden Zweckverband aus, der ein Angebot für die gesamte Region sicherstellen soll. Nach Einschätzung des Fördervereins spricht sich das Gutachten zur Schwimmhallenversorgung nicht klar für einen neuen Standort aus. Es könne Laboe als jahrzehntelanger Träger der Halle „nicht verwehrt werden, unter Berücksichtigung der touristischen Belange der Region und mit Beteiligung der Bürger konzeptionelle Vorschläge zu erarbeiten und diese übergemeindlich zu diskutieren“, erklärte der Förderverein.

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Die Geschichte der Schwimmhalle Laboe

Die Amtsdirektoren sollten weiterhin an einem Zweckverband mitarbeiten, meint der Förderverein – über die Standortfrage sei dann aber auch nach touristischen Gesichtspunkten zu entscheiden und dabei sollte die Stadt Kiel in die Gespräche einbezogen werden. Der Einzugsbereich einer Schwimmhalle für die gesamte Ostuferregion der Förde umfasse auch Kieler Stadtrandbereiche nördlich der Schwentine. "Wir hoffen sehr, dass unter Einbeziehung dieser Gesichtspunkte das bevorstehende letzte Jahr des Bürgerentscheids für eine wirklich tragfähige Lösung genutzt wird", erklärte der Förderverein.

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