Jubiläum in Schönberg

SPD-Ortsverein wird 100

Foto: Erinnern sich zum Jubiläum an alte Zeiten: Kerstin Thomsen (v.li.), Bengt Wagner und Klaus Stelk.

Erinnern sich zum Jubiläum an alte Zeiten: Kerstin Thomsen (v.li.), Bengt Wagner und Klaus Stelk.

Schönberg. Wer in Schönberg über die SPD spricht, kommt an Wilfried Zurstraßen (SPD) nicht vorbei. 26 Jahre hat er als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde gelenkt, 21 Jahre lang als Hauptamtlicher, die letzten fünf Jahre als Ehrenamtlicher. Der 72-Jährige war zuvor Amtsleiter in seiner Heimatstadt Werne an der Lippe in Nordrhein-Westfalen. Im dritten Wahlgang hat er überraschend die Wahl durch die Gemeindevertretung gewonnen – dabei hatte die SPD nicht mal die Mehrheit.

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Zurstraßen und SPD prägten die Region und Schönberg

Die SPD hat einiges in der Zeit bewirkt, das möchte der ehemalige Bürgermeister aber nicht nur der eigenen Partei zugerechnet wissen. 1990 wurde das Ferienzentrum Holm kurzerhand zur Erstaufnahme für Aussiedler umfunktioniert. Innerhalb von zwei Wochen musste die Entscheidung getroffen werden. Am Ende entschied sich die Gemeindeversammlung dafür. Im Jahr durchliefen 60.000 Menschen die Einrichtung in blieben maximal zehn Tage. Zurstraßen fand eine Lücke im Einwohnermeldegesetz und ließ ein eigenes Meldeamt dafür einrichten. So wurden am 31. März des Jahres 2000 Einwohner mehr als eigentlich vorhanden registriert und entsprechend bekam Schönberg höhere Zuschüsse vom Land. Damit konnte beispielsweise die „museale Abwasseranlage“ saniert werden.

Bürgermeister wird Gastronom

Schon bevor es Jobcenter gab, hatte die Region um Schönberg ein kommunales Arbeitsmarktbündnis geschmiedet. Zum Ende der Amtszeit ging Zurstraßen damit unter die Gastronomen: Schönberg wurde Pächter der Gaststätte „Wildente“ und hat zusammen mit Sozialpädagogen und der DeHoga dort Arbeitslose für den Arbeitsmarkt fit gemacht.

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Klaus Stelck ist seit 1973 Parteimitglied und seit 2016 Vorsitzender des Ortsvereins. An größere innerparteiliche Querelen kann er sich nicht erinnern. Nur einmal gab es fast eine kleine Revolution, da trat Stelck, der damals noch bei den Jusos war, gegen Heiner Engler als Vorsitzenden an. Am Ende bekam Stelck immerhin rund 30 Prozent der Stimmen. Das sei „ein wenig Aufstand“ der Jusos gewesen, aber sonst sei es ruhig geblieben.

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