Lütjenburger Förderung

Stadt führt eigenes Baukindergeld ein

Foto: Erster stellvertretender Bürgermeister Thomas Hansen (CDU, v. li.), Bürgervorsteher Siegfried Klaus, zweite stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Laskowsky (SPD)

Als erste Kommune in Schleswig-Holstein führt Lütjenburg ein eigenes Baukindergeld ein: Von links: Erster stellvertretender Bürgermeister Thomas Hansen (CDU), Bürgervorsteher Siegfried Klaus, zweite stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Laskowsky (SPD)

Lütjenburg. Nach dem Vorbild der neuen Bundesförderung, die der früheren Eigenheimzulage ähnelt und Familien in Zeiten steigender Bau- und Immobilienpreise unter die Arme greifen soll, kann ein zusätzlicher Zuschuss nun auch bei der Stadt Lütjenburg beantragt werden.

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Maximal 7500 Euro

„Familien mit Kindern bis zum vollendeten 16. Lebensjahr bekommen pro Kind 3,50 Euro pro Quadratmeter von uns erstattet“, erklärte Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn. Gedeckelt ist die Förderung bei 7500 Euro.

Beispiel: Eine Familie kauft ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück. Wenn sie ein Kind unter 16 Jahren hat, bekommt sie einen Zuschuss von 3500 Euro auf den Kaufpreis, hat sie zwei Kinder unter 16, erhöht sich der Zuschuss auf 7000 Euro. Bei drei Kindern stoppt die Förderung aufgrund der Deckelung bei 7500 Euro.

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Grundstücke der ehemaligen Kaserne

In den Genuss des städtischen Baukindergelds kann kommen, wer ein Grundstück auf der Konversionsfläche auf dem Gebiet der ehemaligen Schill-Kaserne erwirbt. „Wir bieten diese Förderung nur begrenzt auf dieses Gebiet an, weil nur hier die Stadt eigene Grundstücke hat“, erklärte Sohn.

Gut 40000 Quadratmeter Bauland hat die Stadt hier zu verkaufen: Rund 30 Grundstücke, von denen auch einige an Investoren veräußert werden sollen. „Nicht jeder will und kann selbst bauen. Deswegen suchen wir auch verstärkt Investoren, die Mehrfamilienhäuser bauen.“ An Käufer, die eine Eigentumswohnung innerhalb eines solchen Mehrfamilienhauses kaufen, richtet sich die Förderung nicht: „Es geht nur um Grundstücke, die direkt von der Stadt gekauft werden“, betonte Sohn.

Kein Großinvestor

„Wie viele kleine Städte haben auch wir damit zu kämpfen, dass wir hier nicht so viel Industrie haben“, sagte Birgit Laskowsky von der SPD, Sohns zweite Stellvertreterin. „Wir wollen junge Familien in Lütjenburg halten.

Ausschlaggebend für den konstruktiven Umgang mit dem frei gewordenen Gelände sei gewesen, dass die Stadt „von A bis Z“ alles selbst in der Hand behalten habe und es keinen Großinvestor gebe. Und dieses Ziel habe auch die Fraktionen und den Bürgermeister an einem Strang ziehen lassen.

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