Plön

Stadt Plön sagt Kippen den Kampf an

Foto: Bürgermeister Lars Winter (von links), Bürgervorsteherin Mechthilde Gräfin von Waldersee, Martin Köpke vom Tiefbauamt und Raimund Paugstadt von der Initiative Schönes Plön haben den Zigarettenstummeln den Kampf angesagt.

Bürgermeister Lars Winter (von links), Bürgervorsteherin Mechthilde Gräfin von Waldersee, Martin Köpke vom Tiefbauamt und Raimund Paugstadt von der Initiative Schönes Plön haben den Zigarettenstummeln den Kampf angesagt.

Plön. Ziel ist es, die Fußgängerzone kippenfrei zu halten. Die Zigarettenfilter bestehen vor allem aus Kunststoff. Sie zersetzen sich nicht einfach und sind nicht biologisch abbaubar. Werden sie achtlos weggeworfen, können sie von Kindern oder Tieren aufgesammelt und im schlimmsten Fall in den Mund genommen werden. Nikotin, das sich reichlich im Filter gesammelt hat, ist für Hunde hochgiftig, sie können den Stoff nicht abbauen. Bei Vögeln können die Filter den Magen verstopfen und das Tier verendet qualvoll. Kinder können eine Nikotinvergiftung erleiden. Zwischen 1990 und 2017 wurden 118 Kinder zwischen null und 13 Jahren deswegen behandelt.

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Ascheimer sollen nachgerüstet werden

Die Initiative Schönes Plön (ISP) möchte jetzt ein Kataster erstellen, wo es welche Mülleimer in Plön gibt. Manche sind mit einem Zigarettenschacht ausgestattet, andere nicht. „Mülleimer, die noch nicht allzu alt sind, werden bestehen bleiben, aber wenn Müllbehälter getauscht werden, achten wir darauf, dass sie einen Schacht für Zigaretten bekommen“, erklärte Bürgermeister Lars Winter. Die ISP möchte zusätzlich auf die Geschäftsleute in der Innenstadt zugehen und sie darauf ansprechen, ob sie nicht vor ihrer Tür ebenfalls Aschenbecher oder ähnliche Lösungen anbieten können. Jeder Kippster kostet die Stadt 380 Euro, dazu kommen noch Kosten für die Aufstellung. Der Gesamtpreis beläuft sich damit auf knapp 500 Euro.

Plöner Fußgängerzone in soll frei von Zigarettenstummeln werden

Wichtig war allen Beteiligten, dass die neuen Aschenbecher dahin gestellt werden, "wo viel Laufverkehr ist", sagte Winter. Ein zweiter Kippster ist am Bahnsteig, da auch dort viele Zigarettenstummel liegen. Bürgervorsteherin Mechthild Gräfin von Waldersee sieht in der Innenstadt oft, dass Raucher ihre Zigaretten unachtsam wegwerfen. "Spricht man die Leute darauf an, werden sie unfreundlich." 2400 Zigarettenstummel zählte die Bürgervorsteherin an einem Tag. Dabei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die teuer werden kann. In Hamburg kostet eine weggeworfene Zigarette beispielsweise 20 Euro. "Noch sind wir nett", sagte Bügermeister Winter. Wenn die neuen Aschenbecher auch nicht helfen, wolle man sich andere Maßnahmen überlegen. Ab Juni sollen drei Angestellte, die sonst arbeitslos wären, für eine saubere Fußgängerzone in Plön zuständig sein. "Damit die Raucher sehen, dass sie den Menschen Arbeit machen, wenn sie ihren Müll einfach auf die Straße werfen", erklärt Winter die Idee dahinter.

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Taschenaschenbecher gegen den Müll

Auch die ISP engagiert sich weiter. Ab Juli will sie in der Fußgängerzone zwischen Marktplatz und Wentorper Platz Taschenaschenbecher verteilen. Das Musterstück ist noch rot, die verteilten Aschenbecher sollen dann blau und mit dem ISP-Logo bedruckt sein.

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