Lehmkuhlen

Wachstumspotenzial dank Bauflächen

Foto: Bürger der Gemeinde Lehmkuhlen konnten mit verschiedenfarbigen Punkten markieren, wo sie sich eine Wohnbebauung in den einzelnen Ortsteilen vorstellen können oder gar wünschen, und wo nicht.

Bürger der Gemeinde Lehmkuhlen konnten mit verschiedenfarbigen Punkten markieren, wo sie sich eine Wohnbebauung in den einzelnen Ortsteilen vorstellen können oder gar wünschen, und wo nicht.

Lehmkuhlen. Bei einem Bestand von rund 1300 Einwohnern und 615 Wohneinheiten (Stand Ende 2017) könnte die Gemeinde Lehmkuhlen mit den vier Ortsteilen Falkendorf, Lepahn, Rethwisch und Trent laut Landesentwicklungsplan ein Wachstumspotenzial von etwa 54 zusätzlichen Wohneinheiten ausschöpfen. Laut Bürgermeister Günter Frehse gab und gibt es immer wieder Anfragen nach Baugrundstücken, „die bisher jedoch abgewiesen wurden, weil zunächst nach 44 Jahren ein neuer Flächennutzungsplan aufgestellt werden sollte. Das wollen wir nun endlich in Angriff nehmen. Die Flächenanalyse ist dafür die Grundlage“, so der Bürgermeister.

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Vor der Betrachtung konkreter Flurstücke erläuterte Stadtplaner Johannes Rahe-Dechant vom Kieler Planungsbüro B2K die bisherige Vorgehensweise, nach der sämtliche Flächen in den vier Ortsteilen betrachtet und hinsichtlich einer Umnutzung sowie einer zusätzlichen Bebauungsmöglichkeit bewertet wurden. Dabei seien Eigentumsverhältnisse außer Acht gelassen und auch topografische Bedingungen, Lärm- und sonstige Immissionen oder die Möglichkeiten der Erschließung zunächst nur oberflächlich betrachtet worden, erklärte der Stadtplaner. Auch die Splittersiedlungen spielten keine Rolle, da sie nach dem Baugesetz als Außenbereich gelten würden.

Größtes Flächenpotenzial liegt im Ortsteil Rethwisch 

Im Ortsteil Rethwisch scheint nach dieser ersten Bestandsaufnahme das größte Potenzial zu liegen. Das bestätigte sich weitgehend auch, als Einwohner die Möglichkeit nutzten, mittels verschiedenfarbiger Punkte auf Luftbildern der einzelnen Ortsteile zu markieren, wo sie sich eine Bebauung vorstellen oder gar wünschen würden, und wo nicht. Demnach könnten in Rethwisch etwa 48 Wohneinheiten entstehen, wobei sich knapp die Hälfte davon auf Flächen verteilt, die als nur bedingt geeignet eingestuft wurden. „Hierbei handelt es sich um zwei Flächen in unmittelbarer Nähe zu Sportplatz und Sportheim, was zu Lärmbelästigungen durch den Quell- und Zielverkehr führen könnte. Hier ist auf jeden Fall ein Lärmschutzgutachten nötig“, erklärte Rahe-Dechant.

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Zunächst ist die Leistungsfähigkeit der vier Klärwerke zu prüfen

Würde man das Potenzial aus Baulücken und möglichen Bauflächen in allen vier Ortsteilen zusammenzählen, ergäben sich theoretisch etwa 100 zusätzliche Wohneinheiten. Allerdings würden sich rund 65 Wohneinheiten auf Flächen verteilen, die aufgrund von Größe, Erschließungsproblemen oder sonstigen Hemmnissen als nur bedingt geeignet gelten.

Dennoch sei das insgesamt ein gutes Polster für eine langfristige Entwicklung mit Augenmaß. "Ohnehin muss zunächst seitens der Amtsverwaltung geprüft werden, inwieweit die vier Kläranlagen in der Gemeinde für neue Anschlüsse noch aufnahmefähig sind", erklärte der Bürgermeister auf die entsprechende Frage eines Einwohners.

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