Gettorf Mühle „Rosa“

„Alte Dame“ muss sich bis 2020 gedulden

Foto: Die Modernisierung der denkmalgeschützten Mühle "Rosa" in Gettorf wird auf 2020 verschoben, weil die Gemeinde gern Fördertöpfe anzapfen möchte.

Die Modernisierung der denkmalgeschützten Mühle "Rosa" in Gettorf wird auf 2020 verschoben, weil die Gemeinde gern Fördertöpfe anzapfen möchte.

Gettorf. Die Entscheidung für die Verschiebung der Modernisierung der Mühle hat der Gettorfer Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend getroffen. Ursprünglich war der Sanierungsbeginn am 150 Jahre alten Galerieholländer im Ortszentrum zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2019 angedacht. Für ein Umdenken in der Gemeinde sorgte ein Schreiben des Landesamtes für Denkmalpflege, wonach die Mühle - neben der St.-Jürgen-Kirche ein Wahrzeichen der 7500-Einwohner-Gemeinde – auf der Denkmalschutzliste steht.

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Gettorf hofft auf Fördermittel

"Wir haben gute Chancen auf eine Förderung", sagte Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU). Dabei waren die Kommunalpolitiker zunächst davon ausgegangen, dass die Gemeinde als Eigentümerin die Modernisierung allein stemmen muss. Die Kosten werden auf etwa 550000 Euro geschätzt.

Nun legte das Amt Dänischer Wohld eine Übersicht mit möglichen Förderprogrammen vor. Immerhin soll die Quote bei mindestens 50 Prozent liegen. Daher sollen entsprechende Zuschussanträge gestellt werden. Da das ganze Verfahren eine gewisse Zeit in Anspruch nehme und dann die Schlechtwetterphase ins Haus stehe, rechnet der Bürgermeister nicht mit einem Baustart vor April 2020.

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Sicherungsmaßnahmen noch dieses Jahr

Für einen ersten Sanierungsabschnitt an der Mühle "Rosa" hatte die Gemeinde bereits für dieses Jahr Haushaltsmittel bereitgestellt, die nun nach 2020 übertragen werden. Dann lasse sich die Modernisierung in einem Zuge realisieren, so Frank. Zur Substanderhaltung erforderliche Sicherungsmaßnahmen an der "alten Dame", worin sich Gemeindebücherei und historisches Archiv befinden, sind laut einer Verwaltungsvorlage noch in diesem Jahr auszuführen. Demnach bestehen aus technischer Sicht keine Bedenken, wenn kleinere Arbeiten gegen Durchfeuchtung an der Kuppel erfolgen.
Doch nun steht an der Mühle von 1869 zunächst einmal eine Jubiläumsfeier an, die für Pfingstmontag, 10. Juni, geplant ist.

Von Jan Torben Budde

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