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Musik und Fotografie

Blick auf die Natur besungen

Gesche Voss (links) fing die Nonnengänse an der Elbe ein, wo sie zu tausenden Rast machen.

Gesche Voss (links) fing die Nonnengänse an der Elbe ein, wo sie zu tausenden Rast machen.

Felde. „Mich faszinieren die Schönheit, die Vielfältigkeit und die Einzigartigkeit der Natur“, sagte die Halstenbeker Naturfotografin Gesche Voss, die zu der besonderen Veranstaltung in ihr Felder Ferienhaus eingeladen hat. Das kleine weiße Holzhaus liegt mitten im Johannawald.

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Gesche Voss entdeckt Immer wieder Neues

Die gelernte Landwirtschaftsmeisterin hat schon als Kind ihr Faible für die Fotografie entdeckt und sich dieses Hobby bis heute bewahrt. „Wer sich viel in der Natur aufhält, dem begegnet immer wieder Neues“, sagte sie. Diese Momente, ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge hält sie mal spontan mit dem Smartphone mal mit der Spiegelreflexkamera fest.

Ungewöhnlich sind für den Betrachter ihre ganz eigenen Perspektiven: mal mit Makro-Objektiv ganz nah an der Tulpenblüte, die dadurch wie eine sich überschlagene Welle wirkt, mal als Panorama eines doppelten Regenbogens an einem See in Schweden. Ob vom Fuße einer Linde in den Himmel geschaut oder knapp über dem Boden in ein gelbes Dinkelfeld geblickt, alle ihre Aufnahmen haben eines gemeinsam: Sie werden nicht bearbeitet. „Ich möchte die Momente so wiedergeben, wie sie waren“, erklärte Voss, da käme ein Nachbearbeiten oder Retuschieren vermeintlich ungeliebter Stellen nicht in Frage.

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Musik und Fotografie als Melange präsentiert

Chorleiterin Gabriele Schroeter, die die Bilder von Voss beim Felder Kulturspaziergang 2017 entdeckte, kam auf die Idee, den Momentaufnahmen aus der Natur eine musikalische Ebene zu verschaffen. „Als sie mich fragte, ob sie meine Bilder besingen dürfte, war ich echt überrascht“, sagte Voss. Die beiden Frauen taten sich zusammen und so entstand die Idee zur ganz eigenen Ausstellung.

Die aufbrechenden Nonnengänse, die zu tausenden am Elbufer Rast machen fotografierte sie durchs Schilf. „Fly with me“ sang der Chor dazu. „Over the rainbow“ aus dem Zauberer von OZ begleitete die Regenbögen in Schweden und Schumanns „Erstes Grün“ gab dem Foto einer Linde seinen Rahmen.

Mal modern, mal klassisch begleiteten Chor und Sologesang den Reigen der Bilder. Begleitet vom Applaus des Publikums wechselten sich Löwenzahn und Sternmiere ab, zogen Abendrot und Feuer vorüber, begleitet von der Musik und den Erklärungen der Fotografin.

Für gute Fotos auch Ärger in Kauf nehmen

Die betrachtet die Natur nicht nur aus ungewöhnlichen Positionen, sondern löst bei ihren Aufnahmen auch schon mal Ärger aus. Um die Knospen einer Blutbuche zu fotografieren, habe sie an einer Autobahnausfahrt gehalten und einen Stau und ein Hupkonzert verursacht, erzählte sie, als das Bild auf die Staffellei kam. „Mama du bist unmöglich“, habe ihr Sohn es damals kommentiert, am Sonnabend gab es für die Nahaufnahme viel Applaus.

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