Årsmøde

Dänen feierten mit Gelassenheit

Foto: Warben für kulturellen Austausch in der deutsch-dänischen Grenzregion: Gitte Hougaard-Werner vom SSF (von links), Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering (SSW), Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD), Eckernfördes Bürgervorsteherin Karin Himstedt (CDU) und Juliane Rumpf (CDU), Kreispräsidentin in Rendsburg-Eckernförde.

Warben für kulturellen Austausch in der deutsch-dänischen Grenzregion: Gitte Hougaard-Werner vom SSF (von links), Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering (SSW), Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD), Eckernfördes Bürgervorsteherin Karin Himstedt (CDU) und Juliane Rumpf (CDU), Kreispräsidentin in Rendsburg-Eckernförde.

Eckernförde. Dannebrog, die dänische Nationalflagge, gehört auf Festen der Nachbarn im Norden einfach dazu. Ehrensache, dass die Besucher den IF-Sportplatz kurzfristig in ein rotweißes Fahnenmeer verwandelten. Zumal Dannebrog ein Jubiläum feiert, der Legende nach soll die Flagge vor 800 Jahren vom Himmel gefallen sein.

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Kuchen zum Geburtstag der dänischen Königin

Was die dänische Minderheit zu bieten hat, war beim Jahrestreffen (Årsmøde) zu sehen. So waren unter anderem die Eckernförder Jes-Kruse-Skolen (Gemeinschaftsschule), Kita-Kinder aus dem Ostseebad und die Dänische Zentralbibliothek mit Sitz in Flensburg auf dem Fest vertreten. Mitglieder der Eckernförder Gruppe "aktive kvinder" (aktive Frauen) präsentierten an einem Stand ihre Handarbeiten. Typisch dänisch: Bei ihren wöchentlichen Treffen werde stets gesungen, verriet Renate Petersen, "und wenn die Königin Geburtstag hat, dann backe ich einen Kuchen" - und zwar mit rotweißer Dannebrog-Füllung.

Umzug mit gut 200 Menschen durch Eckernförde

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Von den Dänen lasse sich eine gewisse Gelassenheit und Entspanntheit abgucken, sagte Gitte Hougaard-Werner vom Südschleswigschen Verein (SSF), die das Årsmøde mit einem Organisationsteam auf die Beine gestellt hatte. "Einmal im Jahr laden wir die deutsche Mehrheitsbevölkerung dazu ein, sich einen Einblick in die dänische Kultur zu verschaffen", so die 47-Jährige. Um möglichst viele Besucher auf den IF-Sportplatz zu locken, hatte sich vor dem Fest ein Umzug mit gut 200 Menschen durch Eckernförde geschlängelt.
Vor Ort gab es dann einen Flohmarkt und Info-Stände, Turndarbietungen und Tombola, Bratwurst und dänisches Eis.

Ganz ohne Politik ging es nicht. Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD) sprach von einer Modellregion in Europa, deren gut funktionierender kultureller Austausch nicht durch verschärfte Grenzkontrollen aufs Spiel gesetzt werden sollte. Für den Zusammenhalt in Europa warb Landtagsabgeordnete Jette Waldinger-Thiering (SSW). Sie warnte vor Populisten, die Angst zu verbreiteten, um die Gesellschaft zu spalten.

Wildschweinzaun bleibt ein Thema

Und der umstrittene Wildschweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze, der im nördlichen Nachbarland von den Verfechtern als Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest gepriesen wird? Als "scheußlich" und "nicht zielführend" bezeichnete Anke Spoorendonk (SSW), ehemalige schleswig-holsteinische Justizministerin, das Bauwerk. Dahinter stecke Symbolpolitik zugunsten der dänischen Agrarlobby. Auch Juliane Rumpf (CDU), Kreispräsidentin in Rendsburg-Eckernförde, warb für Offenheit und Toleranz. Das sah der Besuch aus Norwegen ebenso: Jan Kløvstad, Leiter des Nordischen Informationskontors, hielt eine Festrede – und outete sich am Rande als Bewunderer deutscher Handballvereine.

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