Kunstprojekt

Die Gerichtslinde wird zu Geld gemacht

Foto: Das Holz der alten Gerichtslinde ist zum Teil verkauft worden. Im Januar wird es noch einen zweiten Verkaufstermin geben.

Das Holz der alten Gerichtslinde ist zum Teil verkauft worden. Im Januar wird es noch einen zweiten Verkaufstermin geben.

Bordesholm. 730 Euro wurden eingenommen. Bürgermeister Ronald Büssow teilte mit, dass das Geld in die Gestaltung des neuen Lindenplatzes fließen wird. Mitte Januar ist der Verkauf des restlichen Holzes geplant.

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Die Klosterkirchengemeinde hat sich vier Äste gesichert: Für ein Kunstprojekt zugunsten der Kinder- und Jugendarbeit, erklärte das Gemeindemitglied Christoph Fischer. 40 Euro hat er dafür bei der Auktion auf dem Technischen Betriebshof bezahlt. Das Absterben des geschichtsträchtigen Baums sei eine traurige Sache. Viele würden mit dem Naturdenkmal auch Emotionen verbinden. Aber man müsse, so Fischer, nun das Beste daraus machen. „Und was liegt näher, als das alte Holz vom Lindenplatz zur Finanzierung der Jugendarbeit, sprich für das Fundament der Gemeindearbeit einzusetzen“, führte er aus. Seit 2018 finanziert die Klosterkirchengemeinde die Stelle der Jugendpädagogin vor allem aus Spenden.

Die Idee ist: Der Bordesholmer und Holzschnitzer Matthias van Reimersdahl wird aus den armdicken Ästen etliche Raben und Dohlen kreieren. „Das sind die schlausten Vögel, und die haben uns das mit der Nachwuchsarbeit eingeflüstert“, sagten beide übereinstimmend. Im Frühsommer sollen die Unikate versteigert werden. Jeder Holzvogel wird einen Namen bekommen, der einen Bezug zur Klosterkirchengemeinde hat. Beispielsweise werde es mit Sicherheit einen Holzvogel namens „Thomas“ geben. Thomas Engel ist der Pastor der Kirchengemeinde. „Ihm ist es gelungen, die Kirche zu einem Treffpunkt zu machen, zu dem Kinder und Erwachsene gerne gehen“, so Reimersdahl, der nicht in der Kirche ist.

Er würde gerne ein Event mit Werkstattcharakter realisieren. „An einem oder zwei Rohlingen würde ich gerne noch schnitzen. Vielleicht können Kinder auch kleine Dinge dabei machen.“

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Im Gegensatz zur ersten Auktion soll die zweite Mitte Januar auch öffentlich angekündigt werden, teilte Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen mit. Bei der ersten Versteigerung seien größere Stücke für 200 Euro weggegangen. „Der Mindestpreis für jedes Stück Holz lag bei 10 Euro.“ Viele Stücke sind in der Region geblieben, wie beispielsweise an einen Antikmarkt in Brügge. Einige gingen auch nach Kiel. Bei dem Restholz, das auf dem Bauhof lagert, sind zum Teil noch außergewöhnliche Teile dabei. Einige Äste und Stumpen sind aber vom Brandkrustenpilz sehr angegriffen.

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