Fest in der Schutzstation

Eichhörnchen-Jungtier braucht viel Wärme

Foto: Mit drei Wochen haben die Jungtiere ihre Augen noch dauerhaft geschlossen (links). Mit sechs Wochen sehen sie schon viel aufgeweckter aus, wie Monika Rademacher (hinten, rechts) zeigt.

Mit drei Wochen haben die Jungtiere ihre Augen noch dauerhaft geschlossen (links). Mit sechs Wochen sehen sie schon viel aufgeweckter aus, wie Monika Rademacher (hinten, rechts) zeigt.

Eckernförde. Die beiden Jungtiere sind erst drei Wochen alt, haben aber schon ihre Mutter verloren. Ihre Augen sind noch nicht einmal geöffnet. Ohne die Hilfe der Schutzstation hätten sie nicht überlebt. Jetzt brauchen die Kleinen erst einmal viel Ruhe und Wärme.

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Außerdem müssen sie alle paar Stunden gefüttert werden. "Wir beziehen unsere Spezialmilch aus Amerika", erklärte Monika Rademacher am Sonntag den aufmerksam lauschenden Gästen, während die Tierchen die Nahrung aus der Spritze tranken.

Jungtiere müssen Sozialverhalten lernen

Wenn die Eichhörnchen keine bleibenden Schäden haben, werden sie nach einigen Wochen wieder ausgewildert. Deshalb ist es laut Rademacher wichtig, dass die Jungtiere das Sozialverhalten unter Artgenossen lernen. Aus dem Grund sei es nicht möglich, Fundtiere selbst zu Hause aufzuziehen, warnte die Expertin.

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„Wer ein Eichhörnchen findet, sollte uns anrufen“, sagte sie. „Jeder Selbstversuch ist tödlich.“ Rademacher und ihr Team erlebten es immer wieder, dass Finder zunächst versuchen, selbst aufzuziehen. Erst wenn die Menschen feststellten, dass die Tiere immer magerer werden, wendeten sie sich an die Schutzstation. „Das sind dann auch für uns ganz traurige Fälle, in denen wir nicht mehr helfen können“, so Monika Rademacher.

Fundtiere nicht füttern

„Wenn Ihnen ein Hörnchen hinterherläuft und versucht, an den Hosenbeinen hochzuklettern, will es nicht spielen. Wildtiere biedern sich nicht einfach dem Menschen an. Das ist pure Verzweiflung, ein Notfall, weil es schon lange ohne mütterliche Betreuung ist“, erklärte die Leiterin.

In solchen Fällen empfiehlt sie, die Tiere warm einzupacken und in einem Karton oder ähnlichem an einen ruhigen Ort zu bringen. "Bitte versuchen sie nie, einem Tier irgendetwas einzuflößen." Stattdessen solle die Schutzstation informiert werden.

Sommerfest als Dank an Förderer

Mit dem Sommerfest bedankt sich die Eichhörnchen-Schutzstation am Noorwanderweg, die vom Verein Umwelt-Technik-Soziales (UTS) getragen wird, alljährlich bei Förderern und Spendern. Die Station hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich: 2018 wurden mit 185 Tieren so viele wie noch nie zuvor eingeliefert. Das lag an einem Wintereinbruch im Frühjahr und an der Dürre im Sommer.

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