Kita-Gelände Achterwehr

Eltern nehmen Umbau selbst in die Hand

Mit-Organisatorin Tatjana Radde und Jan Wenske tauschen sich über den Wasserlauf auf dem Außengelände der Kita in Achterwehr aus.

Mit-Organisatorin Tatjana Radde und Jan Wenske tauschen sich über den Wasserlauf auf dem Außengelände der Kita in Achterwehr aus.

Achterwehr. Das Außengelände der Kita in Achterwehr wirkt an diesem Tag ein wenig wie eine Großbaustelle. Es wird gewalzt, gehämmert, gesägt und gebaggert. Und eigentlich ist das für sich schon eine positive Nachricht: Denn endlich passiert hier etwas.

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Spielgeräte wurden abgerissen, Regen spülte den Sand weg

Nachdem Kletterturm und Rutsche vor drei Jahren von der Unfallkasse wegen gravierender Mängel zunächst gesperrt und dann ersatzlos abgerissen wurden, fristete die Spielfläche ein eher ödes Dasein. Ein weiteres großes Problem: Auf dem abschüssigen Gelände spülte Regen den Sand zum Teil "sturzbachartig" auf den tiefer gelegenen Sportplatz, sagt Anne Katrin Kittmann (SPD), Bürgermeisterin in Achterwehr.

Schon im vergangenen Jahr legte Robert Radde, selbstständiger Architekt und Vater eines Kindes in der Kita, der Gemeinde ein Konzept für eine Neugestaltung des Geländes vor. Die Gemeindevertreter zeigten sich begeistert, stellten 80.000 Euro in den Haushalt ein und bemühten sich um Fördergelder. Doch Achterwehr ging leer aus.

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Eigeninitiative nach erfolglosem Versuch an Fördermittel zu kommen

Deshalb griffen die Eltern nun selbst zu Walze und Säge, um die Arbeiten voranzubringen. "Ein tolles Projekt, das den Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Dorf weiter stärkt", findet Bürgermeisterin Kittmann. Die Kosten belaufen sich nun auf knapp 35.000 Euro, von denen der größte Anteil in neue Spielgeräte wie Kletterwand oder Rutsche investiert wird.

Unterschiedliche Themenbereiche für die Kinder

Baumstämme auf dem Gelände sollen künftig das Wasser abfangen und die Kinder zum Klettern einladen. "Es war Roberts Idee, die Holzelemente terrassenartig anzulegen und einzelne Themen zu setzen", sagt Tatjana Radde, die die Arbeiten gemeinsam mit ihrem Mann organisiert hat. So entsteht im Bereich des ursprünglichen Atriums eine neue Sandkiste mit Hölzern, um dort ein Sonnensegel anzubringen. Denn an Schattenbereichen an heißen Sommertagen mangelte es zuletzt.

Mit Hochbeeten und einem Bienenhotel soll zudem ein Naturbereich für die Kita-Kinder entstehen. Die bestehende Matschanlage mit Wasserpumpe wurde wieder flott gemacht und ist mit einem Wasserlauf, der die Hanglage des Geländes nutzt, verbunden. Zu den bestehenden Reifen und Röhren zum Verstecken sollen noch weitere hinzukommen.

Feinschliff folgt am Freitag ab 15 Uhr

Am morgigen Freitag folgt ab 15 Uhr der Feinschliff. Wenn es um das Einpflanzen der Bäume und das Anbringen der Sonnensegel geht, sind weitere Eltern, die tatkräftig mit anpacken, gern gesehen. Dass die Lieferungen der einzelnen Spielgeräte etwas auf sich warten lassen, sei nicht weiter schlimm, sagt Tatjana Radde. "Dann können die Kinder Stück für Stück etwas Neues entdecken", sagt sie. Bleibt nur die Frage, wer gespannter auf den Anblick der neu gestalteten Spielfläche ist: die Kinder oder die Eltern?!

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