Rendsburg-Eckernförde

Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen: Das ist zu beachten

Von Rendsburg aus werden die Flüchtlinge aus der Ukraine im Kreis verteilt.

Von Rendsburg aus werden die Flüchtlinge aus der Ukraine im Kreis verteilt.

Rendsburg. In diesen Tagen kommen die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine im Kreis Rendsburg-Eckernförde an. Neben Unterkünften der Kommunen wollen auch zahlreiche Privatleute eine Bleibe anbieten. Die wichtigsten Fragen dazu beantwortet der Leitende Kreisverwaltungsdirektor Martin Kruse.

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Kann jede und jeder Flüchtlinge aufnehmen?

Im Prinzip ja. Wer eine Unterkunft anzubieten hat, kann diese direkt Ukrainerinnen und Ukrainern vergeben, die individuell in den Kreis Rendsburg-Eckernförde gereist sind. Wer vom Kreis verteilt wird, erhält automatisch ein Angebot. Kruse rät dazu, den Weg über die Behörde zu gehen. „Die Ämter und Gemeinden schauen dann vor Ort, dass es auch passt“, sagt er.

Sind nur ganze Wohnungen oder auch WGs und Zimmer geeignet?

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„Für eine alleinstehende Person kann ein Zimmer ausreichend sein“, sagt Kruse. Das komme ganz auf die Personenzahl und die individuellen Umstände an. Der Kreis freut sich zunächst einmal über jedes Angebot.

Werden die Unterkünfte vorab auf ihre Eignung kontrolliert?

„Das prüfen die Ämter und Gemeinden dezentral“, so der Leitende Kreisverwaltungsdirektor. Viele Unterkünfte seien bereits bekannt, bei anderen werden vor Ort kontrolliert.

Kann ich die Zeit der Aufnahme begrenzen, zum Beispiel, weil eine Wohnung später als Ferienwohnung genutzt werden soll?

Auch das ist kein Problem. Wichtig sei, die Menschen schnellstmöglich unterzubringen. „Und da hilft viel derzeit viel“, so Kruse. Etwa 750 Unterkünfte hatten die Behörden in den vergangenen Tagen für geeignet befunden, von denen 275 jetzt belegt sind.

Wie stark muss ich mich um die Flüchtlinge kümmern?

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Die geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer sind zwar keine normalen Gäste, Ämter und Gemeinden helfen jedoch vor Ort. Sollte das Zusammenleben doch nicht wie erwartet funktionieren, wird auch dafür eine Lösung gefunden, zeigt sich Kruse zuversichtlich.

Welche Kosten werden mir erstattet?

„Das wird gerade zwischen Bund und Land geklärt“, sagt Kruse. Mit einer Form der Entschädigung könne jedoch gerechnet werden.

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Kann ich die Wohnung auch kostenfrei zur Verfügung stellen?

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„Ja“, sagt Kruse erfreut.

Welche Leistungen stehen den Ukrainerinnen und Ukrainern zur Verfügung?

„„Aus welchen Töpfen Leistungen ausgezahlt werden, ist derzeit noch unklar“, so Martin Kruse. Es sei jedoch wichtig, sich hier zu registrieren, um zeitnah Unterstützung zu bekommen.

An wen muss ich mich wenden, wenn ich Wohnraum anbieten möchte?

Angebote nimmt das Ukraine-Lagezentrum des Kreises unter ukraine@kreis-rd.de oder Telefon 04331/202-850 entgegen. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 17, freitags bis 13 und sonnabends von 10 bis 14 Uhr erreichbar. Halten Sie dazu die wichtigsten Daten wie Name, Anschrift, Kapazität und Ausstattung der Unterkunft, eigene Sprachkenntnisse und Unterbringungswünsche (Nichtraucher, Dauer etc.) bereit.

An wen sollen sich Flüchtlinge wenden, um nach ihrer Ankunft Unterstützung zu bekommen?

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Das hängt davon ab, wann sie in Deutschland angekommen sind: Wer vor Kriegsbeginn am 24. Februar eingereist ist, wendet sich dann das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge per Mail an Zentrale.nms@Lfa.landsh.de oder Telefon 04321/974-0.Wer später eingereist ist, für den ist die Zuwanderungsbehörde es Kreises Rendsburg-Eckernförde verantwortlich (www.kreis-rendsburg-eckernfoerde.de/terminreservierung). Für die Flüchtlinge, die ab dem 14. März mit Bussen gekommen sind, wird automatisch ein Termin angeboten. Bei Bedarf an Kleidung, Hygieneartikeln oder etwa psychologischer Hilfe sind die örtlichen Sozialämter Ansprechpartner. Noch diese Woche sollen Informationen auf der Seite des Kreises auch auf Ukrainisch und Russisch zur Verfügung stehen.

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