Flintbek

Gegenwind gewünscht

Foto: Anne Collmann ist Sprecherin der WindVernunft Flintbek.

Anne Collmann ist Sprecherin der WindVernunft Flintbek.

Flintbek. Anfang Mai 2017 gründete sich in Flintbek der Arbeitskreis. Für Collmann war immer wichtig: „Wir wollen auf der Sachebene bleiben. Unserer Meinung nach findet der Faktor Mensch in der Diskussion über Windkraftanlagen zu wenig Beachtung.“ Damit meint die Sprecherin unter anderem den Einfluss der Anlagen auf die Gesundheit – Stichwort: Infraschall. Argumente gegen einen Windpark gibt es laut Anne Collmann und ihren Mitstreitern genug. An vorderster Stelle steht die Siedlungsentwicklung. „Ein Windpark mit Anlagen von 150 bis 200 Metern Höhe behindert und blockiert für lange Zeit jegliche Siedlungsentwicklung in der näheren Umgebung von Flintbek“, betont sie.

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Auch das Landschaftsbild wird deutlich beeinträchtigt. Sorgen macht sie sich auch wegen der irritierenden Schlagschatten durch rotierende Riesenflügel oder die optische Bedrängung durch mehrere Windturbinen sowie den hörbaren Lärm oder den nicht hörbaren aber potenziell gesundheitsschädlichen Infraschall.

Die Arbeitsgemeinschaft WindVernunft hat immer wieder den Wunsch geäußert, dass sich die Kommunalpolitik deutlich positioniert, und so kam es: Mit den Stimmen von CDU, UWF, FDP sowie fünf von der SPD votierte die Gemeindevertretung deutlich für eine ablehnende Stellungnahme, die von der Verwaltung und einem Kieler Rechtsanwaltsbüro erarbeitet wurde. Auch diese Stellungnahme ist bereits rechtzeitig beim Land eingegangen.

„Doch das reicht nicht, wir sollten so viele negative Stellungnahmen wie möglich an das Land senden. Am besten mit der Post“, betont Collmann und fordert ihre Mitbürger auf, sich ebenfalls einzusetzen und schriftliche Stellungnahmen abzugeben. „Wir konnten zwar etwas durchatmen, als mit den neuen Entwürfen der Landesplanung im Bereich Flintbek die einzige Vorrangfläche zwischen Großflintbek, Kleinflintbek und Boksee von 36,9 Hektar auf 19,3 Hektar nahezu halbiert wurde. Doch auch auf der kleinen Fläche können bis zu drei Anlagen entstehen“, weiß sie.

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Und verweist in dem Zusammenhang in Richtung Norden. „Bei Flensburg wurden die bis zu 20 Hektar großen Flächen komplett aus der Planung für Windparks gestrichen. Warum hier nicht?“, ärgert sich Anne Collmann. „Die Verkleinerung im südlichen Bereich der Fläche trägt der Siedlungsentwicklung Fintbeks Rechnung. Das ist ein wichtiger Punkt. Zudem muss man im Stadt-Umland-Bereich darauf achten, dass Gebiete zur Naherholung vorhanden sind. Es wäre sinnvoller, das Gebiet zu streichen“, sagt Collmann.

Am 3. Januar ist „Deadline“ beim Land – „Wir hoffen auf viele Stellungnahmen.“

Von Sorka Eixmann

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