Standorte in Rendsburg und Eckernförde

Imland-Klinik insolvent: Krankenhaus beantragt Schutzschirmverfahren

Der Imland-Klinik, hier der Standort Rendsburg, droht die Zahlungsunfähigkeit.

Der Imland-Klinik, hier der Standort Rendsburg, droht die Zahlungsunfähigkeit.

Rendsburg. Die Imland-Klinik ist insolvent: Die Geschäftsführung des Krankenhauses hat am Freitag ein Schutzschirmverfahren in Eigenverantwortung beantragt. Die Patientenversorgung soll vollumfänglich gesichert sein, betont die Klinik. Die Gehälter für die Imland-Beschäftigten werden während des Schutzschirmverfahrens durch die Bundesagentur für Arbeit übernommen.

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Als Gründe für den Schritt werden unter anderem die drohende Zahlungsunfähigkeit etwa durch Einbußen aufgrund der Pandemie und der hohen Energiekosten sowie eine komplizierte rechtlich Lage nach dem Bürgerentscheid im Kreis Rendsburg-Eckernförde genannt. Die Umstände führen laut Imland-Klinik zu einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Reaktionen zum Insolvenzantrag der Imland-Klinik

Der Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Dr. Rolf-Oliver Schwemer, nennt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einen „schmerzhaften Moment“. „Dieser Schritt ist das Eingeständnis, dass die bisherigen diversen Bemühungen zur Umstrukturierung der Kliniken gescheitert sind“, so Schwemer.

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Das Schutzschirmverfahren biete nun Lösungsansätze, um die wirtschaftliche Schieflage der Imland-Klinik zu überwinden. Schwemer nennt als mögliche Ansätze eine Sanierung mit einer Weiterführung der kommunalen Trägerschaft, einen Einstieg eines strategischen Partners und die vollständige Übertragung der Gesellschaft an einen privaten Investor.

Jens van der Walle, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Mittelholstein, bezeichnet den Insolvenzantrag als einen „herben Schlag für den Wirtschaftsraum Rendsburg und den gesamten Kreis“. Die Imland-Klinik sei ein wichtiger Arbeits- und Auftragsgeber in der Region. Deshalb hoffe er, dass es im Schutzschirmverfahren gelinge, die Zukunft der Klinik zu sichern. „Dabei darf auch eine ergebnisoffene Diskussion über eine Privatisierung nicht ausgeschlossen werden“, sagte van der Walle.

Von KN-online.de

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