Kontaktdaten-Erfassung

Kreis Rendsburg-Eckernförde macht den Weg für die Luca-App frei

Heiko Müller, Geschäftsführer Mittelholstein Tourismus, Fachbereichsleiter Prof. Stephan Ott, Stefan Borgmann, Eckernförde Tourismus und Marketing GmbH, und Max Triphaus, Ostseefjord Schlei GmbH, (v.li.) setzen auf die Luca-App.

Heiko Müller, Geschäftsführer Mittelholstein Tourismus, Fachbereichsleiter Prof. Stephan Ott, Stefan Borgmann, Eckernförde Tourismus und Marketing GmbH, und Max Triphaus, Ostseefjord Schlei GmbH, (v.li.) setzen auf die Luca-App.

Rendsburg. Zettelkasten ade: Landesweit sollen nach entsprechenden Lockerungen die Kontaktdaten von Gästen und Besuchern vor allem im touristischen Bereich mit der Luca-App erfasst werden. Allen voran die Tourismusverbände hatten sich zuletzt für die Einführung einer möglichst einheitlichen App im ganzen Land eingesetzt und sich in einem Brief an Landrat Rolf-Oliver Schwemer für Luca ausgesprochen.

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Luca-App am bekanntesten

„Wir machen uns Sorgen um den Tourismus im Land und wollen alles dafür tun, dass es wieder zu Öffnungen kommt“, sagte Max Triphaus, Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH am Dienstag im Rendsburger Kreishaus. Voraussetzung dafür sei neben den Hygienekonzepten in den Betrieben, dem Impfen und dem Testen vor allem die digitale Kontaktermittlung.

Dabei melden sich Besucher und Gäste mit ihrem Smartphone bei einem vom Veranstalter zur Verfügung gestellten QR-Code an, im Fall eines Corona-Ausbruchs kann das Gesundheitsamt elektronisch auf die Daten zugreifen. Für solche Systeme gebe es zwar mehrere Anbieter, doch "die Luca-App hat sich bundesweit durchgesetzt und kommt bereits in vielen Regionen zum Einsatz", so Triphaus. Nicht zuletzt durch prominente Fürsprecher wie dem Musiker Smudo (Die Fantastischen Vier), der an der Entwicklung App beteiligt ist, wurde das Programm in den vergangenen Wochen bundesweit bekannt, ist auf Sylt schon im Einsatz.

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Land Schleswig-Holstein übernimmt Lizenzfragen

Nach Angaben von Prof. Stephan Ott, Leiter des Fachbereichs Soziales, Arbeit und Gesundheit, habe sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde  bereits seit Wochen mit der Luca-App beschäftigt, musste jedoch noch Fragen zur Vergabe, zum technischen Anschluss an die Software des Gesundheitsamtes oder zum Datenschutz klären. So hatte die ursprüngliche Version des Programms in einem entscheidenden Bereich gegen die Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verstoßen.

Dies sei vom Anbieter aber mittlerweile korrigiert worden. Die Thematik der Vergabe – die App ist für Nutzer und Veranstalter kostenfrei, die Gesundheitsämter müssen jedoch für Lizenzen bezahlen – habe das Land für alle 15 Gesundheitsbehörden übernommen.

So könne die App schon bald im ganzen Land starten. Dies sei ganz entscheidend, unterstrich Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH. „Wenn ein Gast aus Nordrhein-Westfalen oder dem Münsterland bei uns Urlaub macht, dann ist es doch sinnvoll, wenn er sich in allen Betrieben an den Küsten und im Binnenland mit einer einzigen App registrieren kann.“

Betriebe im Kreis Rendsburg-Eckernförde sollen sich auf Luca-App vorbereiten

Jetzt gelte es, bei den Unternehmen und Veranstaltern für den Einsatz der App zu werben. „Wir können nur an alle Betriebe appellieren: Setzt euch jetzt mit dem System auseinander“, so Max Triphaus. Wenn kurzfristig Lockerungen – möglicherweise um Ostern – für die Tourismusbranche kommen, sollten die Unternehmen vorbereitet sein.

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Die Kreisverwaltung könne sich vorstellen, die App künftig auch für Besuche in Alten- und Pflegeheimen zu nutzen. Dort werden nach Auskunft von Stephan Ott für die Kontakterfassung derzeit noch unterschiedliche Programme und Systeme bis hin zum Zettelkasten genutzt.

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