Tiertransport

Kreis will Viehexporte eindämmen

Foto: Rinder treten in einem Transporter eine weite Reise an.

Rinder treten in einem Transporter eine weite Reise an.

Rendsburg. Er werde alles tun, um dem Tierschutz bei den Transporten in die sogenannten Drittländer "im Rahmen meiner gesetzlichen Möglichkeiten mehr Geltung zu verschaffen", versprach Schwemer am Montagabend im Kreistag. Zunächst der Kreis Rendsburg-Eckernförde und danach weitere Kreise sowie das Land hatte die Transporte im Februar ausgesetzt.

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Der Kreistag verabschiedete am Montag einstimmig eine Resolution, wonach Rendsburg-Eckernförde "Transporte nur unter Einhaltung aller tierschutzrechtlichen Bedingungen zuzulassen" seien. Damit stößt er aber an eine Grenze. Denn die Rinderzucht-Genossenschaft RSH versucht, etwa von Schleswig-Holstein nach Algerien geplante Rinderexporte über andere Bundesländer abzuwickeln.

"Tierschutz spielt keine Rolle"

Für diese Transporte innerhalb Deutschlands braucht es sogenannte Vorlaufatteste, in denen Amtstierärzte bescheinigen, dass die Tiere gesund sind. Diese Bescheinigungen müssten die Kreise ausstellen, habe das Kieler Landwirtschaftsministerium in einem Rundschreiben am Montagnachmittag klargestellt, solange die Tiere keine Seuchen oder Krankheiten haben, sagte Landrat Schwemer.

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Tierschutz spiele nach dem Rundschreiben des Ministeriums keine Rolle, sagte Schwemer. Nun müssten seine Veterinäre womöglich für Transporte nach Usbekistan Vorlaufatteste ausstellen, "obwohl hinter Moskau" Tierschutz nicht mehr gelte. "Ich bin stinksauer", wütete der Kreistagsabgeordnete Eike Fandrey (CDU) aus Langwedel, selbst ein Landwirt. Tierschutz werde "da einfach mal außer Kraft gesetzt".

Türkische Marmeladenfabrik als Ziel

Die Transporte in Drittstaaten treiben nach den Worten von Manuela Freitag, der Leiterin des Kreis-Veterinäramts mitunter absurde Blüten. So sei in einem Fall die Adresse eine Marmeladenfabrik als Zielort in der Türkei angegeben worden, sagte die Tierärztin.

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