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Abschied

Landrat Schwemer: Das sind die Reaktionen auf den angekündigten Rückzug

Die Fraktionen bedauern den angekündigten Rückzug von Landrat Rolf-Oliver Schwemer.

Die Fraktionen bedauern den angekündigten Rückzug von Landrat Rolf-Oliver Schwemer.

Rendsburg. Der angekündigte Rückzug von Landrat Rolf-Oliver Schwemer zum Ende seiner zweiten Amtszeit in zwei Jahren hat die Politiker im Kreis Rendsburg-Eckernförde überrascht. Aus den Fraktionen kommt Bedauern, Verständnis und der Appell an den Verwaltungschef, bis zum letzten Arbeitstag an seinem Kurs festzuhalten.

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Wie das gemeint ist, zeigt sich bei dem, was Tina Schuster sagt. Die Fraktionschefin der FDP erklärt: „Obwohl wir mit nur vier Leuten eine kleine Fraktion und daher deswegen nicht in allen Aufsichtsräten vertreten sind, holt uns Schwemer immer mit ins Boot und versorgt uns mit den wichtigen Informationen.“ Dies sei ein guter und fairer Umgang auf Augenhöhe, so Schuster.

„Vor dem Landrat liegt noch sehr viel Arbeit“

„Persönlich kann man nur sagen, das ist ein prima Typ und für seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird es schwer, in die Fußstapfen zu treten.“ Schuster gibt jedoch zu bedenken: „Vor dem Landrat liegt in den kommenden zwei Jahren noch sehr viel Arbeit. Die Themen Imland-Klinik oder die Kommunalwahl werden die Verwaltung gut beschäftigen.“

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Auch von der größten Kreistagsfraktion kommt am Tag nach Bekanntwerden der Entscheidung von Schwemer vor allem Anerkennung. „Wir haben vollstes Verständnis und großen Respekt für die Entscheidung des Landrats“, sagt CDU-Fraktionschef Tim Albrecht. Schwemer zeige mit seinem angekündigten Rückzug vor allem, dass man auch loslassen können müsse.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde habe dem amtierenden Landrat viel zu verdanken. „Es hat in seiner bisherigen Amtszeit ja kaum ein Jahr ohne Krisen gegeben, die bewältigt werden mussten“, sagt Albrecht. Gerade vor diesem Hintergrund sei es erstaunlich, dass der Haushalt des Kreises Rendsburg-Eckernförde maßgeblich von Schwemer saniert werden konnte. „Sonst hätten wir ja niemals die finanziellen Mittel gehabt, um die Corona-Krise oder gar die Rettung der Imland-Klinik stemmen zu können“, gibt Albrecht zu bedenken.

Wadephul: Landrat Schwemer war unser Vorschlag

Kurz nach der Ankündigung Schwemers hatte sich der CDU-Kreisvorsitzende Johann Wadephul zu Wort gemeldet: „Das ist eine Entscheidung, die ich mit großem Respekt und Dankbarkeit für die geleistete Arbeit entgegennehme“, so Wadephul. „Wir haben einen sehr engagierten Landrat, der die Verwaltung in jeder Hinsicht vorangebracht hat und für ein gutes Miteinander in der kommunalpolitischen Familie steht. Die CDU ist auch im Nachhinein stolz darauf, dass er 2007 unser Vorschlag war.“

SPD: Gute Arbeit von Landrat Schwemer in der Flüchtlingskrise

Hans-Jörg Lüth, stellvertretender SPD-Fraktionschef sagt: „Auch wenn die Entscheidung bedauerlich ist, ist sie persönlich nachvollziehbar.“ Schließlich sei Schwemer am Ende seiner Amtszeit 16 Jahre im Amt. Auch die Sozialdemokraten haben den Landrat in seiner Amtsführung als „sehr kompetent und im persönlichen Umgang angenehm wahrgenommen“, so Lüth.

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Zudem halte er sich an Zusagen und habe die ehrenamtlichen Politiker des Kreises immer rechtzeitig über Entwicklungen informiert. Zuletzt sei Schwemer beim Thema Ukraine-Flüchtlinge vorneweg gegangen und habe bei der Hilfe für die Menschen gute Arbeit geleistet, nennt Lüth ein Beispiel.

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Lukas Strathmann bedauert die Entscheidung ebenfalls. „In seiner bisherigen Amtszeit war er der Politik gegenüber immer ein fairer und ehrlicher Ansprechpartner“, sagt der Fraktionschef der Grünen und ergänzt: „Zum Glück bleibt er ja noch zwei Jahre im Amt.“ Vor allem die Finanzen habe Schwemer gut im Griff gehabt. Das habe sich in Krisenzeiten wie während der Corona-Pandemie ausgezahlt. „Es ist Schwemer immer gelungen, vor die Welle zu kommen.“

Die Grünen hoffen, „dass der Landrat bis zum letzten Tag seiner Amtszeit mit diesem Amtsethos weitermacht“, so Strathmann. „Für die Nachfolge wünschen wir uns, dass die Themen Soziales und Ökologie verstärkt auf die Agenda gesetzt werden.“

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