Medien-Projekt MiSch

Das wollen Schüler aus Rendsburg über den Journalismus wissen

Schulbesuch in Rendsburg: Lehrerin Mirjam Hünninghaus mit der Klasse 7a des Kronwerk-Gymnasiums.

Schulbesuch in Rendsburg: Lehrerin Mirjam Hünninghaus mit der Klasse 7a des Kronwerk-Gymnasiums.

Rendsburg. Medien in der Schule, kurz MiSch, heißt das Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler mehrere Wochen lang die Kieler Nachrichten lesen und auf Wunsch Besuch aus unserer Redaktion bekommen. In Rendsburg sind dieses Mal die siebten Klassen des Kronwerk-Gymnasiums dabei. KN-Redakteur Marc R. Hofmann hat sich den Fragen der Kinder gestellt.

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Doch als erstes stellt der Reporter den Schülern eine Frage: „Bei wem von Euch gibt es Zuhause noch eine Zeitung, egal ob gedruckt oder digital?“. Zur Freude des Journalisten schnellen in der Klasse 7b fast alle Finger nach oben. „Wir haben die KN“, ruft ein Schüler. „Und wir FAZ und NZZ“, berichtet ein anderer. Die Klasse ist offenbar gut sortiert. Die meisten Familien lesen nach Aussage der Schüler bereits digital.

Medien-Projekt MiSch in Rendsburg: Schüler wissen genau, was sie interessiert

In der Schule haben die Kinder die freie Wahl. Sie bekommen beim Medien-Projekt MiSch sowohl die gedruckte Ausgabe als auch einen digitalen Zugang. Dabei interessieren die Schüler ganz unterschiedliche Themen: Emma entdeckt einen Artikel über eine Luxusjacht, die auf der Rendsburger Nobiskrug-Werft gebaut wird. „Daran arbeitet mein Vater mit“, sagt die 13-Jährige stolz.

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Der zwölfjährige Bastian Gabriel interessiert sich mehr für Sport. Aber nicht Fuß- oder Handball, sondern Golf. „Das spiele ich auch“, sagt er, während er einen Artikel über das Jugendtalent Benjamin Taylor liest. Für Ole, ebenfalls zwölf, ist hingegen die Rätselseite viel interessanter.

So wie sich die Schüler gezielt den Teil heraussuchen, der sie interessiert, wissen sie auch genau, was sie wissen wollen. „Ist jeden Tag ein Artikel von Ihnen in der Zeitung?“, fragt etwa die zwölfjährige Clara aus der 7a. „Ja, meistens schon“, antwortet der Redakteur.

Scheu, nach dem Gehalt eines Journalisten zu fragen, haben die Schüler auch nicht. „Zu Beginn der Ausbildung sind es knapp 2200 Euro“, sagt Hofmann. Später, zum Berufseinstieg, rund 3500. So steht es im Tarifvertrag. „Das ist ein gutes Gehalt, aber weniger als ein Arzt oder Rechtsanwalt verdient.“

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Dabei interessiert die Siebtklässler auch, ob es im Journalismus schon einmal gefährlich zugehen kann. Das will die zwölfjährige Yelda aus der 7b wissen. „Selten“, sagt der Redakteur. Zwar gebe es manchmal Situationen, wie etwa bei Querdenker-Demos, wo Journalisten auch missliebig beäugt oder beleidigt werden, Handgreiflichkeiten hat der Reporter aber noch nicht erlebt. „Davor sind wir in Deutschland ziemlich sicher“, sagt er – und erntet zum Abschluss einen Applaus von der Klasse.

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