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Bauausschuss Schwedeneck

Potenzial für weitere Windräder

Foto: Im Schwedenecker Ortsteil Sprenge sind die drei alten Mühlen allgegenwärtig.

Im Schwedenecker Ortsteil Sprenge sind die drei alten Mühlen allgegenwärtig. Sie müssen allerdings nach Ablauf der Lebenszeit abgebaut werden, da die Fläche, auf der sie stehen, keine Eignungsfläche bleibt. Einige Einwohner leben keine 700 Meter entfernt von den Rotoren.

Schwedeneck. Zwar wird die Fläche zwischen den Ortsteilen Sprenge und Surendorf zurzeit nicht mehr als Vorrangfläche geführt – Potenzialfläche bleibt sie aber weiterhin. Und da viele Gemeinden mittlerweile Windparks in der Nähe ablehnen, dürfte nicht nur der nach wie vor interessierte Investor, sondern auch das Land bei dieser Stellungnahme aus Schwedeneck aufhorchen.

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Derzeit nur Potzenzialfläche

Der Bauausschussvorsitzende Gustav Otto Jonas (SPD) sprach sich als einziger dafür aus, der aktuellen Bewertung der Landesplanung zu folgen, die für Schwedeneck keine Windpark-Fläche mehr ausweist. Entscheidender Grund der Planer war der Schutz des Rotmilans im Umfeld; zudem spielen auch die Siedlungsabstände von 1000 Metern eine Rolle.

In Surendorf entsteht neues Baugebiet

Der Bauausschussvorsitzende wies darauf hin, dass die Gemeinde gerade dabei sei, am Ortsrand von Surendorf auf der Kobargschen Koppel ein Baugebiet zu entwickeln. Nach einem ersten Entwurf könnten dort 27 Einfamilien- und drei Doppelhäuser entstehen: "Und dann hauen wir denen Windkraft da hin." Er ist überzeugt, dass die Wiederaufnahme der Stellungnahme von 2017 dazu führen wird, dass die Schwedenecker Fläche im nächsten Plan des Landes wieder auftaucht.

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Mehrheit im Bauausschuss verweist auf Stellungnahme von 2017

Die übrigen Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich dafür aus, bei der alten Stellungnahme zu bleiben. So sagt Nis-Hinrich Wittern (CDU): „Es hat sich nichts geändert.“ Das sahen auch Manfred Oetjens und Karsten Meyer-Rohde Karsten (beide SPD) so. Bürgermeister Sönke Paulsen (CDU) erklärte, die Gemeinde habe ein „gewisses Maß an Windkraft“ akzeptiert. Wenn man dahinter zurückgehe, könne es auch sein, dass über dadurch ausgelöste Kosten diskutiert würde.

Kritik der Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative Gegenwind Schwedeneck kritisierte am Freitag, dass der Bauausschuss sich nicht zur Frage der Mindestabstände äußern will. Die neuen Abstandsregelungen von 1000 Meter zu Siedlungen seien doch wegen des „Schutzes und der Akzeptanz von Menschen eingeführt“ worden. In Sprenge würden mit Verweis auf die die bestehenden Windkraftanlagen nur 800 Meter gelten:  „Aber die vorhandenen WKA sind viel kleiner und produzieren viel weniger Infraschall als die heute üblichen Anlagen.“

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