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Ergometer-Cup

Rudern bis zur Erschöpfung

Foto: Mit Timo Piontek, Stephan Krüger (von links) und Lars Hartig traten gleich drei Ruderer der Nationalmannschaft an.

Mit Timo Piontek, Stephan Krüger (von links) und Lars Hartig traten gleich drei Ruderer der Nationalmannschaft an.

Rendsburg.Rendsburg. „Für uns war sofort klar, dass wir den hochkarätigen Wettbewerb nach Rendsburg holen“, sagten Florian und Wolfgang Berndt vom Rendsburger Ruderverein (RRV) der gemeinsam mit dem Ruderverband Schleswig-Holstein den Wettbewerb ausrichtete.

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Nationalmannschaftsruderer am Start

In allen Altersklassen wurde gestartet. Unter den Teilnehmern waren auch die Nationalmannschaftsruderer Timo Piontek (Koblenzer Ruderclub Rhenania), Stefan Krüger Frankfurter Rudergesellschaft Germania), der mit 5:57.3 Minuten die schnellste Zeit über 2000 Meter hinlegte, und Lars Hartig (Friedrichstädter Rudergesellschaft).

Kein Vergleich zum Rudern auf dem Wasser

„Das Rudern auf dem Ergometer ist nicht so, wie auf dem Wasser. Es fehlen die äußeren Einflüsse, man muss keine Balance halten und auch nicht so geschickt sein“, erklärte Piontek den Unterschied. „Ohne Ergometer ginge es aber auch nicht, weil man im Winter zu selten auf dem Wasser sein kann und trotzdem Kraft und Ausdauer trainieren muss.“ Der Ergo-Cup sei gut, um im Wettkampfmodus zu bleiben.

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Zeiten entscheiden über den Platz im Boot

„Für die Ruderer ist der Wettbewerb die erste Standortbestimmung im Jahr“, sagte Wolfgang Berndt. „Die Ergebnisse hier entscheiden auch darüber, wer anschließend im Boot sitzt.“ Sechs Minuten auf 2000 Meter, das sei die Schallgrenze für den internationalen Vergleich.

Rudern bis zur vollkommen Erschöpfung

Angefeuert von Trainern und Mannschaftskollegen hängen sich die Sportler richtig rein, mobilisieren ihre letzten Kraftreserven. Dass Sportler wie Til Schindelhauer (Rudervereinigung Kappeln) nach dem Schlussspurt vor Erschöpfung nicht mehr alleine aufstehen können, kommt öfter vor. „Heute ging gar nichts mehr“, sagte er eine halbe Stunde später. Immerhin: Mit seinem Schlussspurt hat er den sechten Platz erreicht.

Kraftakt für Menschen mit Behinderungen

Neben dem Ergometer von Sylvia Pille-Steppat (Wilhelmsburger Ruder Club) steht ein Rollstuhl. Seit sechs Jahren kann die MS-kranke Marathonläuferin nicht mehr laufen und ist ins Boot umgestiegen. Im 1er holte 51-Jährige 2018 den Weltcup. „Mein nächstes Ziel ist es 2020 bei den Paralympics in Tokio zu starten, dafür muss ich bei der WM in Linz mindestens Achte werden.“ Was Pille-Steppat leistet, wird deutlich, wenn man weiß, dass 70-80 Prozent der Kraft beim Rudern aus den Beinen kommt, die sie nicht nutzen kann. Alleine mit Armkraft muss sie die Strecke von 2000 Metern bewältigen. Wenn am Ende dann 9:42.9 Minuten auf der Uhr stehen, kann man dem nur Respekt zollen.

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Alle Ergebnisse: www.rish.de

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