Weihnachtsaktion im Hafen

So ist der Trendsport SUP in Eckernförde eine Überraschung zum Advent

Im wahrsten Sinne cool: SUP am zweiten Advent in Eckernförde. Im Binnenhafen hinter der Holzbrücke drehte die unverfrorene Truppe in aller Ruhe gut gelaunt um - sehr zur Freude der Schaulustigen auf der Holzbrücke und auf dem Fischmarkt.

Im wahrsten Sinne cool: SUP am zweiten Advent in Eckernförde. Im Binnenhafen hinter der Holzbrücke drehte die unverfrorene Truppe in aller Ruhe gut gelaunt um - sehr zur Freude der Schaulustigen auf der Holzbrücke und auf dem Fischmarkt.

Eckernförde. Kommt der Nikolaus verfrüht und von See nach Eckernförde? Nein. Es ist Tanja Miranda im Weihnachtskostüm mit ihrer lustigen Advents-SUP-Truppe. Elf unverfrorene Stand-up-Paddlerinnen und -Paddler liefen am zweiten Advent zum Hafentörn aus. Bei vier Grad kalter Ostbrise und sieben Grad Wassertemperatur eine coole Sache.

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„Bloß nicht reinfallen“, merkt Helge Schacht an und zieht die Weihnachtsmütze fest über die Ohren. Sein Board liegt schon an der Wasserkante am kleinen Strand des Stadteils Borby gegenüber der Altstadt. Der Wassersportler aus Groß Wittensee ist nicht allein mit dem frommen Wunsch.

SUP in Eckernförde im Trockenanzug und in Skiunterwäsche

"Das wäre schon unangenehm, auch im Trockenanzug", bestätigt Tanja Miranda. Sie ist Initiatorin der launigen Aktion. Zum zweiten Mal hat sie zum Adventspaddeln aufgerufen. Zehn sind diesmal gekommen, aus der Stadt und Umgebung, aus Kiel, Uetersen, Schleswig. Etliche mehr hatten sich angemeldet, machten aber doch noch den Rückzieher vom Stand-up-Paddeln in der Kälte.

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„Gefährlich“, erläutert die SUP-Lehrerin, „wird die Sache nicht, wenn jemand vom Board fällt. Aber es ist nach zwei bis drei Minuten schon unangenehm, auch in warmer Funktionswäsche unterm Trockenanzug. Um wieder aufs Board zu klettern, reicht die Zeit locker. Aber man muss es nicht haben.“

Im wahrsten Sinne cool: SUP am zweiten Advent in Eckernförde. Tanja Miranda betreibt ihre SUP-Schule seit drei Jahren in Eckernförde. Sie inititiert jetzt das zweite Adventspaddeln. Dimitri Abramov ist zum ersten Mal mit Kostüm auf dem Board.

Im wahrsten Sinne cool: SUP am zweiten Advent in Eckernförde. Tanja Miranda betreibt ihre SUP-Schule seit drei Jahren in Eckernförde. Sie inititiert jetzt das zweite Adventspaddeln. Dimitri Abramov ist zum ersten Mal mit Kostüm auf dem Board.

Derweil sind am kleinen Strand neun der zehn anderen Hartgesottenen eingetroffen. Dimitri Abramov aus Rieseby präpariert sich fix in Mirandas SUP-Schule Fördekeks: Trockenanzug über die warme Unterkleidung streifen, aufpassen, dass alles dicht abschließt, in dicke Neopren-Schuhe schlüpfen, Handschuhe an und den kleinen selbstaufblasenden Rettungsring anlegen.

In Eckernförde beim Stand-up-Paddeln Müll gesammelt

"Es gibt sogar Heizsocken, die man wie ein Handy auflädt", ergänzt Miranda. "Habe ich selbst aber nicht." Sicherheit auf dem Board nimmt sie sehr ernst. "Alle müssen bei mir das Rescue-Pack und auch ein wasserdicht verpacktes Handy dabei haben", betont sie. "Man weiß ja nie."

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Die verheiratete Mutter von vier Kindern stammt aus Eckernförde und war auf dem ganzen Erdball unterwegs. Seit drei Jahren ist sie selbständig mit Fördekeks – ein Anker, der die Familie jetzt der Heimatstadt hält. Die 47-Jährige hat das Hobby zum Beruf gemacht. Außerhalb der Kurse für Wassersportfans jeden Alters fischt sie allein oder mit anderen vom Board aus Meeresmüll auf.

Rote Mützen und weiße Bärte beim Hafentörn in Eckernförde

Nun darf der Spaß beginnen. Alle tragen rote Weihnachtsmützen. Inken Becker und Kai Ehrling ziehen wie Miranda, die eine Weihnachtsjacke über den Anzug gestreift hat, weiße Bärte auf. Flott geht es am Großsegler "Albatros" vorbei zur Holzbrücke, die Borby und den Stadtkern verbindet. Der Ostwind schiebt, die Welle ist flach, und kräftiges Paddeln hält warm.

„Der Nikolaus kommt“, ruft jemand und lacht freudig. „Wenn die man heil ankommen bis Nikolaustag“, brummelt sein Kumpel. „Verrückt.“ Auf der Holzbrücke bleiben Leute stehen, machen Fotos. Man winkt der paddelnden Weihnachtstruppe zu, die im Binnenhafen dreht und die Rücktour einläutet. Sie hat jetzt ein lohnendes Ziel: Adventsfeier mit Punsch und Kaffee, Gebäck und Schoko-Weihnachtsmännern für unverfrorene Genießer.

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