Altenholz

Sondersitzung für das Baugebiet geplant

Foto: Das geplante Baugebiet grenzt an den Kapenhof (linke Bildmitte) sowie oben an das Wohngebiet Freesenberg.

Das geplante Baugebiet wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Es grenzt an den Postkamp, den Kapenhof (linke Bildmitte) sowie oben an das Wohngebiet Freesenberg.

Altenholz. Demnach bietet das knapp 16 Hektar große Gebiet des Investors May und Co. Platz für etwa 200 bis 250 Wohneinheiten mit insgesamt etwa 600 Bewohnern. Die Grundstücksgrößen liegen meist bei etwa 600 Quadratmetern, im Randbereich auch etwas größer. Geplant sind einige öffentliche Parkplatz-Flächen für Besucher sowie gemeinschaftlich genutzte Grünflächen.

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Grünstreifen geschrumpft

Anwohner des Freesenbergs monierten, dass vom Ende 2017 versprochenen 30 Meter breiten Grünstreifen Richtung Freesenberg in den aktuellen Entwürfen nicht mehr viel übrig ist. In der Tat ist dort lediglich der Erhalt des Gehölzbestandes plus etwa fünf Meter vorgesehen. Die Knickstrukturen auf dem Gelände sollen ebenfalls erhalten werden.

Zweigeschossige Bebauung

Die ursprüngliche Idee, vor allem kleine Nachbarschaften mit Sackgassenlage anzulegen, wurde aufgeweicht: Wegen der komplizierten Entwässerung wird es auch Kreisverbindungen bei der Erschließung geben. Geplant wird zweigeschossig, die genauen Höhen müssen aber noch erörtert werden.

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Kritik von Anwohnern

Ein Anwohner des Freesenbergs wies darauf hin, dass das Neubaugebiet höher liegt: „Das wären für die Altbewohner relativ hohe Gebäude.“ Er bat darum, gegebenenfalls nur eingeschossig zuzulassen. Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) wies darauf hin, dass Einwände wie dieser auch bei der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgebracht werden können.

Grüne sehen Baugebiet kritisch

Die Grünen sehen eine Bebauung, die auch Auswirkungen auf die Infrastruktur hat, grundsätzlich kritisch. Zudem wünschten sie sich für das Gebiet ein übergeordnetes Ziel bei der Planung, machte Norbert Worth deutlich: "Alles sollte heutzutage mit Blickwinkel auf den Klimaschutz betrachtet werden." Er schlug die Gestaltung als klimaneutrales Baugebiet vor.

Klimaneutrale Gestaltung gefordert

Dabei solle man versiegelte Flächen möglichst vermeiden, zum Beispiel durch Gründächer. Zudem wünschen sich die Grünen eine klimaneutrale Energieversorgung sowie eine ökologische Aufwertung des Plangebietes. Mit ihrem Vorschlag, den Blickwinkel dieser ökologischen Gestaltung schon im Flächennutzungsplan zu verankern, scheiterten sie aber bei der Abstimmung.

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SPD schlägt Carsharing-Plätze vor

Allerdings hatte das für die SPD eher formale Gründe, erklärte Jens Kruschwitz: Sie will die Ideen aufgreifen, sieht die Beratung darüber aber eher auf Ebene der Bauleitplanung – wie auch die anderen Fraktionen. Allerdings gibt es schon Ideen: Die SPD regt unter anderem an, Carsharing-Plätze im Bereich des Geschosswohnungsbaus vorzusehen– dieser liegt im vorderen Bereich am Postkamp. Weitere Ideen: kohlendioxidarmes Heizen sowie Glasfaserkabel möglichst bis in die Häuser.

Mehr Geschosswohnungsbau

Zudem fordert die SPD mehr Geschosswohnungsbau. Da war ursprünglich wenig vorgesehen, erklärte Bürgermeister Ehrich: „Das gefiel auch dem Seniorenbeirat nicht.“ Nun hat der Investor die möglichen ursprünglich 45 Wohneinheiten in fünf Gebäuden fast verdoppelt. Derzeit sind zudem 112 Einfamilien- und 74 Doppelhäuser vorgesehen.

Versorgung mit Erdwärme?

Die Geschossbauten sollen voraussichtlich durch ein Blockheizkraftwerk beheizt werden. Für die übrigen Häuser "schwebt uns eine Art Erdwärmeversorgung vor", so Carlo Ehrich. Der CDU liegt daran, dass es schnell geht mit dem Baugebiet, betonte Fraktionschef Mike Buchau. Man wolle dabei auch nicht zu viele Vorschriften machen. "Für mich riecht die Diskussion nach einer Sondersitzung", sagte Gerhard Hirschfeld – ein Vorschlag, der möglichst noch vor den Ferien umgesetzt werden soll.

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