Verkehrswende

Stadler darf Werkstatt für Akku-Züge in Rendsburg bauen

So soll das Bahnbetriebswerk von Stadler in Rendsburg aussehen. Der Anbau links beinhaltet Verwaltungs- und Sozialräume, der kürzere Anbau rechts eine Art Waschstraße für die Züge.

So soll das Bahnbetriebswerk von Stadler in Rendsburg aussehen. Der Anbau links beinhaltet Verwaltungs- und Sozialräume, der kürzere Anbau rechts eine Art Waschstraße für die Züge.

Rendsburg. Jetzt wird der Flirt konkret: Der Schweizer Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler darf sofort mit dem Bau eines neuen Bahnbetriebswerks in Rendsburg beginnen. Einen entsprechenden Planfeststellungsbeschluss übergab Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen am Dienstag an den Stadler-Deutschland-Geschäftsführer Edzard Lübben.

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Das Unternehmen plant, an dem Standort die Akku-Triebzüge der Baureihe „Flirt“ zu warten, die ab dem kommenden Jahr auf nicht elektrifizierten Strecken in Schleswig-Holstein rollen sollen. Vor drei Jahren hatte der Schweizer Hersteller eine entsprechende Ausschreibung über 55 Züge mitsamt Wartung für 30 Jahre im Gesamtwert von 600 Millionen Euro gewonnen.

Rendsburg: Neue Züge und neue Haltestellen in der Region

„Damit sind wir bei diesem für die Verkehrswende wichtigen Projekt einen riesigen Schritt weiter“, sagt Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (parteilos). Nach 22 Monaten Verfahrensdauer sei nun die sofortige Vollziehbarkeit angeordnet. Damit kann unmittelbar mit dem Bau begonnen werden.

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Der Akku-Triebzug der Baureihe Flirt bei seiner Vorstellung im Hauptbahnhof in Kiel im Jahr 2019.

Der Akku-Triebzug der Baureihe Flirt bei seiner Vorstellung im Hauptbahnhof in Kiel im Jahr 2019.

Am Standort in Rendsburg investiert das Unternehmen nach Angaben des Ministeriums 30 Millionen Euro, dazu sollen bis zu 30 Arbeitsplätze geschaffen werden. Geschäftsführer Edzard Lübben bekräftigt, unverzüglich mit den Arbeiten beginnen zu wollen. Ursprünglich war geplant, das Werk bis Jahresende fertigzustellen. Eine weitere Betriebsstätte entsteht derweil in Neumünster.

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Neben dem Anschluss des Bahnbetriebswerks wird auch ein drei Kilometer langer Abschnitt der ehemaligen Bahnstrecke Husum–Erfde–Rendsburg für den Personenverkehr reaktiviert. Dazu sollen in Büdelsdorf, Rendsburg-Mastbrook und -Seemühlen bis zum Fahrplanwechsel 2023/24 drei neue Haltestellen entstehen.

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