Ortsentwicklung

Strande: Was sich Einwohner für Großparkplatz und Promenade wünschen

Brigitte Wotha, SPD-Ortsvereinsmitglied, stellt die Ergebnisse des Ortsspaziergangs durch Strande vor.

Brigitte Wotha, SPD-Ortsvereinsmitglied, stellt die Ergebnisse des Ortsspaziergangs durch Strande vor.

Strande. Beim Geklüngel am Konferenztisch kommen keine guten Ideen. Das hat sich die SPD in Strande gedacht und vor ihrer Klausurtagung die Einwohnerinnen und Einwohner zum Ortsspaziergang eingeladen. Das Ziel: Durch Strande laufen und überlegen, wo könnte etwas entstehen oder besser werden? Der Einladung sind wenige Stranderinnen und Strander gefolgt, aber die hatten viele Ideen.

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An der Promenade beim Strandbistro Bruno geht es los. Eine Gruppe Ortsvereinsmitglieder und Einwohner startet Richtung Großparkplatz am Ortseingang, die andere die Promenade und den Bülker Weg entlang. Am Surfkiosk wollen sie dann alle Ideen auf einer Karte sammeln.

Promenade in Strande: Sind Mülltrennung und Pfandstationen möglich?

Der Promenaden-Truppe schließen sich die Stranderinnen Claudia Engehausen und Christine Strand an. Nach wenigen Metern stoppen sie bereits das erste Mal: Müll an der Promenade ist das Thema. Ob hier nicht Mülltrennung möglich ist, überlegen die beiden Frauen mit den Ortsvereinsmitgliedern Margitta Dunkel, Brigitte Wotha und Simone Jumpertz. Vielleicht kann auch der Flaschenpfand gesammelt werden? Brigitte Wotha zückt einen Block gelber Notizzettel und schreibt die Ideen auf. Weiter geht’s.

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Am Spielplatz hat Christine Strand als Mutter einer dreijährigen Tochter einige Anregungen: Eine neue Bank, eine zweite Schaukel, Fahrradständer zählt sie auf. Notiert. Entlang des Bülker Wegs fällt den Frauen auf, dass für ältere Einwohnerinnen und Einwohner der Weg zum Meer ziemlich weit ist. Auf der Strecke befindet sich eine kleine Grünfläche – vielleicht könnte hier eine Bank hin? Auch das: notiert.

Simone Jumpertz (re.) und Brigitte Wotha (3. v. re.) vom SPD-Ortsverein Strande diskutieren mit den Einwohnerinnen Claudia Engehausen und Christine Strand (v. re.) Ideen zum Spielplatz an der Promenade.

Simone Jumpertz (re.) und Brigitte Wotha (3. v. re.) vom SPD-Ortsverein Strande diskutieren mit den Einwohnerinnen Claudia Engehausen und Christine Strand (v. re.) Ideen zum Spielplatz an der Promenade.

„Wir sollten Dinge hervorheben, die andere Gemeinden nicht haben, zum Beispiel die Promenade abseits der Straße aufwerten“, sagt Claudia Engehausen. Sie vermietet seit vielen Jahren Ferienwohnungen in Strande, seit diesem Jahr wohnt sie selbst hier. Die Mischung aus Bewohnern, Touristen und Tagestouristen findet sie gut. „Wir müssen für alle drei Gruppen etwas bieten, die Kombi ist das Entscheidende“, sagt sie. Eine achtsame Entwicklung sei wichtig, keine riesigen Ferien-Resorts mit Meerblick. Deshalb spaziert sie mit.

Alternative Mobilität in Strande ist ein wichtiges Thema

Die beiden Gruppen sind am Surfkiosk angekommen, alle Zettel werden auf die Karte von Strande geklebt. Viel vom Ort ist nicht mehr zu sehen vor lauter Ideen. Neben der Müllvermeidung gibt es besonders zum Verkehr und einer Mobilitätsstation auf dem Großparkplatz viele, aber nicht nur neue Ansätze: ein Shuttle-System zum Leuchtturm könnte den Autoverkehr reduzieren, Ladestationen für E-Autos und E-Bikes und eine Station für die Sprottenflotte oder E-Roller wären gut. Auch ein einheitliches Pfandsystem der Gastronomen, das bislang gescheitert ist, war Thema. Und kann am Hafen ein Markt mit regionalen Händlern entstehen?

"Die Zerwürfnisse in den letzten Jahren sind vermutlich auch ein Resultat dessen, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht genug mitgenommen wurden", sagt der Ortsvereinsvorsitzende Sönke Strand und meint damit wohl auch die Bürgerentscheide über das Bürgerhaus auf dem Ankerplatz sowie das Seniorenwohnen auf der Auwiese und die Klage gegen deren Ergebnisse. Die Resonanz auf den Ortsspaziergang wirft jedoch auch die Frage auf, wie die Stranderinnen und Strander erreicht werden können.

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Vielleicht gibt es dazu eine weitere Gelegenheit. Denn am Bülker Weg kamen die Frauen auf ein weiteres Thema: Straßenbeleuchtung. Nicht überall seien die Straßen gut ausgeleuchtet, finden sie. Wo genau, das müsse man sich noch einmal anschauen. Und so wird es wohl nicht beim letzten Ortsspaziergang bleiben: Sie wollen sich noch einmal im Dunkeln ein genaues Bild machen.

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