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Ottendorfer gründet Förderverein

Student will Kitze mit Drohne vor dem Mähtod retten

Lukas Braeuninger hat den Förderverein Wildtierrettung SH gegründet, um Wildtiere per Drohneneinsatz vor dem Mähtod zu bewahren.

Lukas Braeuninger hat den Förderverein Wildtierrettung SH gegründet, um Wildtiere per Drohneneinsatz vor dem Mähtod zu bewahren.

Ottendorf. Jedes Jahr fallen viele Jungtiere, darunter Rehkitze, Junghasen und Gelege von Bodenbrütern den Mähwerken bei der Grünlandmahd zum Opfer. Für Lukas Braeuninger aus Ottendorf ein Zustand, den er unbedingt ändern will: Der 22-Jährige gründete mit Freunden den Förderverein Wildtierrettung SH, nun hofft er auf genügend Spenden, um eine Drohne mit Wärmebildkamera anschaffen zu können. Damit soll das Jungwild vor dem Mähen gesichert werden.

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Das Mähen des Grünlands sorgt jedes Jahr für Tierleid. Die Landwirte müssen ihre Wiesen mähen, um Futter für die Tiere herzustellen und nutzen dafür immer schnellere und leistungsfähigere Maschinen. Aber schnell ist in diesem Fall ein Gegner: In den Wiesen lebt das Niederwild und zur der Zeit im Frühjahr sind Kitze, Junghasen und vieles mehr dort zu finden.

„Kitze haben in den ersten Lebenstagen keinen Fluchtreflex, sie ducken sich bei Gefahr und werden zermäht“, weiß Braeuninger. Seit dem 16. Lebensjahr hat der Ottendorfer einen Jagdschein und auch schon viel unternommen, um Kitz und Co. aus den Wiesen zu retten.

„Mit Menschenketten und Hunden sind wir früher durch die Flächen gegangen. Natürlich hatten wir auch Erfolg, aber es waren eher Zufallstreffer. Mit der modernen Technik von Drohne und Wärmebildkamera können wir viel größere Flächen in kürzerer Zeit absuchen und viel mehr Tiere retten“, so die Idee. „Optimal ist die Suche durch ein Drohnenteam, das Kitze in vorbereiteten Aufbewahrungskörben sichert, bis die Mahd erledigt ist. Genau das wollen wir machen, dafür brauchen wir eine gute Drohne mit einer sehr guten Wärmebildkamera.“

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Einsatz als ehrenamtliche Helfer und Helferin

Mit sechs weiteren Natur- und Tierfreunden hat Braeuninger den Förderverein Wildtierrettung gegründet, nach einigen Recherchen hat man sich für ein Modell der Marke DJI entschieden. „Mit der DJI Mavic 2 Enterprise Advanced bekommen wir ein super ausgestattetes Komplettpaket. Die Drohne ist auf die Größe der Flächen in vielen Revieren angepasst und bietet einen geeigneten Kompromiss aus Flächenleistung, Genauigkeit und Preiswertigkeit.“

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Das Geld für die Drohne und das Equipment – dazu gehören beispielsweise die Körbe, in denen die Kitze gesichert werden, damit sich nach der Mahd freigelassen werden können – versucht Braeuninger über Spenden zu bekommen. Dafür hat der junge Student mehr als 100 Firmen angeschrieben.

„Und wir haben unser Projekte bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein auf die Spendenliste gestellt“, fügt er noch hinzu. Unter www.ib-sh.de fördert die zentrale Förderbank für Schleswig-Holstein unterschiedliche Projekte von Firmen, Privatpersonen, Kommunen und Vereinen. „Wir hoffen, unser Spendenziel von 5000 Euro in den nächsten Tagen zu erreichen.“

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Spendenplattform bei der Förderbank

Neben der Drohne müssen auch noch ein Smartcontroller, Ersatzakkus, ebenso wie die Versicherung der Drohne bezahlt werden. Das Engagement – frühmorgens über die Wiesen zu laufen und Kitze zu sichern – ist ehrenamtlich. Im vergangenen Jahr hat Lukas Braeuninger bereits erste Erfahrungen mit einer kleineren Drohne gemacht. „Da war ich mit meiner Drohne in einigen Revieren bei Landwirten und habe 13 Kitze sichern können. Das war der Auslöser, denn das sollte viel mehr gemacht werden.“

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