Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Bahnhof Neuwittenbek

Triebwagen müssen spurten können

Foto: Seit 32 Jahren fährt der Zug am Neuwittenbeker Bahnhof vorbei. Ob er jemals wieder hält, ist völlig offen.

Seit 32 Jahren fährt der Zug am Neuwittenbeker Bahnhof vorbei. Ob er jemals wieder hält, ist völlig offen.

Neuwittenbek.Anfang August hatten der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nah.SH) und die Deutsche Bahn verkündet, auf der Regionalbahnstrecke Eckernförde-Kiel einen neuen Haltepunkt einzurichten. Jedoch nicht in Neuwittenbek, wo ein großer Wunsch danach besteht, sondern im Süden Eckernfördes. Der Grund: Auf der Strecke zwischen Gettorf und Kiel gibt es keinen Spielraum im Fahrplan, zwischen Eckernförde und Gettorf aber schon. Die Enttäuschung war groß, auch in Neuwittenbeks Nachbargemeinden Schinkel und Lindau. Eine Absage gab es von Nah.SH jedoch nicht, mittel- bis langfristig sei ein Halt denkbar, hieß es später.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nun wird klar: Bereits in wenigen Monaten klärt sich, ob diese Perspektive eingehalten werden kann. Denn im Frühjahr 2019 entscheiden der Verkehrsverbund und die Bahn über die Anschaffung neuer Triebwagen – und darin steckt dem Fahrgastverband Pro Bahn zufolge eine Menge Potenzial, um Zeit zu sparen und somit Fahrzeitreserven zu erzielen.

Hohe Motorleistung hat ihren Preis

„Es kommt darauf an, wie schnell die Züge abfahrbereit sind und wie schnell sie beschleunigen können“, sagt Karl-Peter Naumann vom Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg. Spurtstarke Triebwagen können ihm zufolge auf der Strecke bis zu drei Minuten herausholen. Das würde für einen weiteren Bahnhaltepunkt reichen. Hohe Motorleistung habe jedoch auch ihren Preis. „Die spannende Frage ist, was dem Land der Halt in Neuwittenbek wert ist“, so Naumann.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Georg Cassel, Sprecher des Arbeitskreises zur Reaktivierung des Bahnhofs Neuwittenbek, macht das Hoffnung. Aus Gesprächen mit Nah.SH wisse er, dass die neuen Triebwagen sprintstärker und leiser sein sollen. Doch er sei auch Realist: „Bevor die neuen Züge geliefert werden, vergehen vier bis fünf Jahre“, sagt er. Ob das den Durchbruch bringt, kann noch niemand sagen. Deshalb arbeitet der Arbeitskreis nun erst einmal daran, dass die Busverbindung verbessert wird.

Mehr aus Rendsburg-Eckernförde

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.