Nach der Kündigung

Viel Zuspruch für Petra Steffens

Foto: Petra Steffens hört Ende 2019 als Betreiberin der Räucherkate auf.

Petra Steffens hört Ende 2019 als Betreiberin der Räucherkate auf.

Wattenbek. Sie betreibt seit 15 Jahren das Café in der unter Denkmalschutz stehenden Kate und hat den Namen des Orts weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Vor allem die Art und Weise, wie die Kündigung zustande gekommen ist, wird kritisiert.

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Kündigung schnell zurücknehmen

„Man sollte schnellstens die Kündigung zurücknehmen“, forderte Karl-Heinz Sawierucha aus Nortorf in einem Leserbrief. „Ich bin in Wattenbek geboren und stolz gewesen, dass nach der Verpachtung an Frau Steffens in der Kate, die zur Zeit Napoleons gebaut wurde, kulturelle Veranstaltungen von bekannten und weniger bekannten Künstlern organisiert wurden. Das Angebot war super ausgesucht und für Menschen ohne den großen Geldbeutel eine Wohltat.“ Andere rufen bei Facebook zu Unterschriftensammlungen auf.

Pachtvertrag soll angepasst werden

Vertreter der Gemeinde rechtfertigten die Kündigung, weil man den Pachtvertrag an die neuere Gegebenheiten anpassen müsste. Bürgermeister Oliver Kruse würdigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass „Frau Steffens mit der Belebung etwas Großes geleistet hat“. Das sei bei einem Besuch von Gemeindevertretern in der Räucherkate Anfang März auch zum Ausdruck gebracht worden. Er räumte ein, dass die Umstände der Kündigung nicht ganz glücklich gewesen seien.

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Bürgermeister will Gespräch suchen

„Wir werden das Gespräch mit Frau Steffen suchen.“ Der Gemeindechef betonte: Er hoffe, dass sie weitermachen werde. Die Kündigung des Pachtvertrages war, wie berichtet, am 20. September im nichtöffentlich Teil der Gemeindevertretung beschlossen worden. Sie ist aber vorerst nicht rechtens, weil sie einen Tag zu spät zugestellt worden ist. Wegen der Kurzfristigkeit der Angelegenheit hat im Anschluss aber kein Vertreter der Gemeinde mit der Pächterin gesprochen. Nach Informationen unserer Zeitung beträgt die Jahrespacht bislang 400 Euro.

Der neue Vertrag wird laut Kruse in der Gemeindevertretung am Donnerstag, 28. März, beraten – allerdings wieder hinter verschlossenen Türen. Hauptsächlich ginge es der Gemeinde um den Passus Bauerncafé, das auch auf dem Schild im Vorgarten beworben werde, es praktisch aber nicht gebe. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Schalthaus am Reesdorfer Weg 4b. Da in der Kate von Oktober bis April geräuchert werde, sei das auch kaum möglich, bestätigte nicht nur Petra Steffens. Der Rauchgeruch ist allgegenwärtig. Die Pächterin will aber nur noch in diesem Jahr weitermachen. „Mein Entschluss steht fest. Die ganzen Umstände haben mich ziemlich mitgenommen“, betonte sie gegenüber unserer Zeitung.

Für Freitag, 22. März, 20 Uhr, ist die nächste Veranstaltung geplant. „Jan, Konrad und Thomas – die kleinste Bühne des Landes“ werden mit Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug Hits von den Beatles bis zu den Dire Straits präsentieren. Reservierungen nimmt Petra Steffens, Tel. 0173/1474362, entgegen.

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