Strande

Wels wird für guten Zweck aufgetischt

Foto: Georg Bauer (von rechts) vom Strander Bistro „Das Kaiser“, Olaf Becker und Karsten Deckner testen die erste Portion vom Strander Welsragout.

Der Strander Wels wird für einen guten Zweck serviert - nach einem ungarischen Rezept. Georg Bauer (von rechts) vom Strander Bistro „Das Kaiser“, Olaf Becker und Karsten Deckner testen am Mittwoch die erste Portion Fischragout.

Strande. Die Einnahmen gehen an den Hospizverein Dänischer Wohld. "Jeder gibt, was er geben möchte", sagt Gastronom Georg Bauer (51), der in Strande "Das Kaiser" betreibt. Ihn hatten Olaf Becker (53) und Karsten Deckner ins Boot geholt, "als deutlich wurde, dass sich kein Aquarium meldet", sagt der 48-Jährige.

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Sie wollen nichts am Fisch verdienen

Der frühere und der neue Betreiber der Fischfarm wollten am Riesenwels nichts verdienen. Doch in den Teichen der Fischfarm konnte der vermutlich etwa 20 Jahre alte und etwa 40 Kilo schwere Fang auf Dauer nicht bleiben. Schließlich ernährt sich der Raubfisch vor allem von anderen Lebewesen und gilt dabei als nicht wählerisch. "Der Wels müsste eigentlich nach Hecht und Zander und Saibling schmecken – der hat so viel verputzt!", sagt Olaf Becker.

Nach ungarischem Rezept

Dennoch steht er jetzt etwas wehmütig mit Karsten Deckner in der Küche des „Kaisers“. Beide schauen zu, wie Georg Bauer innerhalb kurzer Zeit „Pörkölt vom Wels“ zaubert. Der österreichische Wirt hat Erfahrung mit dem auch Waller genannten Flussfisch. Für die Benefizaktion wählte er ein ungarisches Rezept aus: Pörkölt bedeutet nichts anderes als Ragout oder Gulasch. „Das ist bis jetzt der größte Fisch, den wir hatten“, sagt er. Etwa 16 verwertbare Kilo blieben am Ende übrig, ebenso schwer war der Kopf des Tieres; etwa fünf Kilo wogen die Innereien.

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Spende an den Hospizverein

Etwas später kosten die drei Männer andächtig das Welsragout. „Schön“, sagt Olaf Becker, Karsten Deckner nickt. Auch Georg Bauer ist zufrieden. Ab heute gibt es im „Kaiser“ bis Sonntag den Strander Wels. Es geht bei der Aktion „nicht ums Sattwerden, sondern um den sozialen Zweck“, sagt der Wirt. „Und ums Probieren“, ergänzt Olaf Becker: Schließlich ist der Wels als Speisefisch bei uns im Norden nicht so verbreitet.

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