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Coaching für Langzeitarbeitslose

Wie man in Gettorf fit für eine neue Arbeit wird

Wilfried Wagner (links) und André Preusch-Maidorn vom AWO-Familienzentrum Gettorf und Umgebung wollen jüngere Arbeitslose mit persönlichem Coaching fit machen für eine neue Beschäftigung. Beide bringen reichlich Erfahrung aus mehreren Berufsbereichen mit. Das Programm heißt “Fit in Arbeit".

Wilfried Wagner (links) und André Preusch-Maidorn vom AWO-Familienzentrum Gettorf und Umgebung wollen jüngere Arbeitslose mit persönlichem Coaching fit machen für eine neue Beschäftigung. Beide bringen reichlich Erfahrung aus mehreren Berufsbereichen mit. Das Programm heißt “Fit in Arbeit".

Gettorf. Corona hat die Arbeitswelt durchgerüttelt. Vielleicht hat der Betrieb, in dem man tätig war, geschlossen. Oder es ist schon 2020, zu Beginn der angespannten Lage, aufgefallen, dass man den falschen Job hat, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht zusammenpassen. Wer schon länger nicht arbeitet, der findet den Anschluss noch schwerer.

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Diejenigen, die schon länger arbeitslos sind, bekommen jetzt individuelle Hilfe im Dänischen Wohld. Das brandneue Coaching-Programm „Fit in Arbeit“ der AWO Gettorf und Umgebung will Arbeitslosen, die jünger als 50 Jahre sind, auf die Sprünge helfen und Perspektiven für ein selbstbestimmtes Arbeitsleben öffnen.

Das Beste an der dreimonatigen Begleitung durch die beiden erfahrenen Coaches André Preusch-Maidorn und Wilfried Wagner ist: Es ist kostenlos für die zunächst höchstens zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Kurses. Finanziert wird die Teilnahme durch die Agentur für Arbeit. Das Land fördert die Maßnahme für die Region zwischen Kiel, Eckernförde und Rendsburg.

Zum Coaching bei der AWO Gettorf mit Bus und Bahn

„Fit in Arbeit ist keine reine Gruppenmaßnahme“, betont Preusch-Maidorn. „Wir begleiten die Personen auch individuell in Einzelgesprächen während des Zeitraums. Als Gruppe zusammenwachsen, die soziale Kompetenz vertiefen und maßgeschneiderte Begleitung durch uns sollen Hand in Hand gehen. Zu den Bausteinen gehört auch ein vierwöchiges, durch uns begleitetes Praktikum in Betrieben in unserer Region. Wir gehen Schritt für Schritt gemeinsam.“

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Preusch-Maidorn und Wagner von der Wohnen, Leben und Arbeit gGmbH der AWO Gettorf „haben „Fit in Arbeit“ für die Region entwickelt. „Aber wir sind offen, was die Wohnorte der Teilnehmenden angeht “, betont Wagner. „Es gibt keine örtliche Grenze. Das AWO-Familienzentrum Gettorf ist nah an Bahnhof und ZOB gelegen. Die Züge und Busse fahren oft. Wir sind von Kiel, Eckernförde, und dem ganzen Umland auch ohne Auto sehr gut erreichbar.“

Das Programm richtet sich Menschen, die derzeit Arbeitslosengeld (ALG) II beziehen. Diese Leistung wird nicht mehr von der Versicherung, in die auch Arbeitnehmer einzahlen, gezahlt. ALG II ist eine staatliche Leistung für bedürftige erwerbsfähige Arbeitssuchende (Grundsicherung).

Coaching in Gettorf berücksichtigt aktuelle Veränderung der Arbeitswelt

Preusch-Maidorn: „Wir haben dabei im Blick, dass sich der Arbeitsmarkt in Zeiten der Pandemie beschleunigt verändert. Homeoffice und Co. werden auch nach Corona für viele Arbeitende weiterhin zum Alltag gehören.“ Das Programm gliedert sich in drei Schritte. Im ersten Abschnitt werden die individuellen Lebensumstände beleuchtet, die Arbeitsfähigkeit, Sozial-, Medien-, sowie die Gesundheitskompetenz trainiert.

So nimmt man am Coaching „Fit in Arbeit“ teil

„Fit in Arbeit“ ist ein neues Coaching-Programm der AWO Gettorf und Umgebung für Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, also schon länger als ein Jahr arbeitslos sind. Teilnehmende sollen nicht älter als 50 Jahre sein. Die Teilnahme ist nicht auf Menschen aus dem Dänischen Wohld beschränkt. Start ist je nach Zahl der Interessenten Mitte Januar oder Anfang Februar 2022.

Voraussetzung ist die Motivation, eine neue und tragfähige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Interessierte müssen zunächst an einer Info-Veranstaltung im AWO-Familienzentrum, Kieler Chaussee 24 in 24214 Gettorf, teilnehmen. Sie sollen dabei ausloten, ob sie sich verbindlich auf die dreimonatige Maßnahme einlassen können. Die Kosten für den Kursus übernimmt das Jobcenter. Für die Teilnahme wird ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ausgestellt.

Da die Website der AWO Gettorf (www.awo-gettorf.de) aktuell umgestaltet wird, erfährt man derzeit mehr über E-Mail (info@awo-gettorf.de) oder am Telefon unter 04346/8602 (Montag bis Freitag 9-12 Uhr).

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Abschnitt zwei dient der Erarbeitung individueller Arbeitsmarktperspektiven. Hier setzt das Berufscoaching ein. Wie man sich im Einzelfall am besten bewirbt und sich in einer Firma vorstellt, wie man sein arbeitstägliches Leistungsvermögen stabilisiert – das sind ebenso wie das Zeit- und Selbstmanagement Themen.

Im dritten Abschnitt folgen die begleiteten Praktika, das Training der individuellen Belastbarkeit, aktive Stellenakquise und Unterstützung für ein konkretes Vorstellungsgespräch. Ein Pluspunkt: In Gettorf sind viele mittelständische Betriebe ansässig, die selbst motivierte Arbeitskräfte suchen und voraussichtlich sehr offen für Praktika sind.

Coaches für Arbeitslose setzen auf Vertrauensbildung

André Preusch-Maidorn ist von Haus aus Ergotherapeut. Der 50-Jährige hat aber in verschiedenen Berufsfeldern gearbeitet und leitet in der Isarnwohld-Schule Gettorf seit mehreren Jahren das berufliche Coaching für Gemeinschaftsschüler. Wilfried Wagner (63) ist Diplom-Sozialpädagoge und blickt ebenfalls auf vielfältige berufliche Erfahrungen zurück. Unter anderem hat er mit Kindern, Jugendlichen und Senioren gearbeitet. Er ist zudem Inhaber einer Veranstaltungsagentur.

„Wir sehen uns nicht als Schulmeister, und wir haben die Weisheit nicht gepachtet“, betont Preusch-Maidorn. „Wir wollen mit den Teilnehmenden gemeinsam neue Wege erarbeiten.“ Und Wagner: „Wir starten von einer Ebene der Gelassenheit. Wir möchten, dass Vertrauen wächst und Selbstvertrauen gestärkt wird.“

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