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Grundschule Osdorf

Wie Osdorfs Kinder um Frieden in der Ukraine bitten

Sie hoffen innig auf Frieden in der Ukraine: Die 150 Kinder der Grundschule Osdorf haben ihre Wünsche auf Karten geschrieben, die jetzt vor der Kirche in Osdorf stehen. Sie fühlen sich wohler damit, wenn auch Lehrerinnen und der Pastor mit ihnen über ihre Gefühle, Ängste und Wünsche sprechen und alle Osdorfer ihre Bitten und Gebete sehen.

Sie hoffen innig auf Frieden in der Ukraine: Die 150 Kinder der Grundschule Osdorf haben ihre Wünsche auf Karten geschrieben, die jetzt vor der Kirche in Osdorf stehen. Sie fühlen sich wohler damit, wenn auch Lehrerinnen und der Pastor mit ihnen über ihre Gefühle, Ängste und Wünsche sprechen und alle Osdorfer ihre Bitten und Gebete sehen.

Osdorf. Ernste Kindergesichter am Freitagmorgen, 18. März, auf dem Weg zur Vater-Unser-Kirche Osdorf: Die 150 Grundschulkinder gehen mit ihren Lehrerinnen und drei Schulpraktikanten zum Friedensgebet für die Menschen in und aus der Ukraine. Ihre Herzenswünsche für die Menschen, von deren Leid sie zu Hause und aus den Medien erfahren, haben sie aufgeschrieben oder gezeichnet. Die 150 blauen und gelben Karten sind vor der Kirche aufgereiht.

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Die augenfällige Aktion rührt nicht nur die Kirchengemeinde und die Lehrkräfte sowie die Eltern an. „Gleich als wir die Karten auf Holzstäbchen in die Erde gesteckt haben, sind Passanten stehen geblieben. Und ständig kommen Menschen vorbei, die sich die Wünsche der Kinder durchlesen. Die Aussagen decken sich mit ihren eigenen Wünschen“, formuliert Pastor Thomas Heik.

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Grundschule und Kirche Osdorf fangen Fragen der Kinder auf

Schulleiterin Ute Koschinski und ihr Kollegium spürten in den vergangenen Wochen hautnah, wie stark die 150 Schülerinnen und Schüler die Nachrichten über den Krieg und die vielen Flüchtlinge mitnehmen. „Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir als Erwachsene den Kindern Raum für die Auseinandersetzung dafür gehen, ohne dabei große Sorge zu schüren und Ängsten Vorschub zu leisten“, erläutert sie.

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Sie bat Heik um Rat. Gemeinsam entwickelten sie diese Idee. „Sie fängt Fragen und Hoffnungen der Schulkinder auf, gibt ihnen ein Forum. Und sie vermittelt den Kindern auch das Gefühl, dass sie etwas Sinnvolles in der Situation tun“, sagt die Schulleiterin. „Zunächst dachten auch wir an eine Spendenaktion. Aber wir haben uns jetzt für diesen anderen Weg entschieden.“

Kinder in Osdorf macht der Ukraine-Krieg traurig und besorgt

Die vielen Karten der Kinder aus den ersten bis vierten Klassen beeindrucken auch inhaltlich. „Mich macht der Krieg traurig“, schreibt ein Kind. Darunter ist eine Friedenstaube zu sehen. „Ich find es doof, dass Putin jetzt das alles mit dem Krieg und den Panzern anfängt (...) und ganz viele Familien ihr Zuhause verlieren“, heißt es auf einer anderen Karte. „Ich wünsche mir, dass alle Flüchtlinge ein Zuhause finden“, ist zu lesen. Aus dem Satz „Ich glaube, dass der Krieg nicht herkommt“ spricht bange Hoffnung.

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Leon Grimm, Zoe Bewarder und Greta Busche, alle aus der neunten Klasse der Gettorfer Isarnwohld-Schule, haben die Karten laminiert und aufgestellt. Die drei machen gerade ein Praktikum an der Grundschule Osdorf. Sie sind selbst angerührt von der „sehr guten Aktion“, die sie mitgestalten durften.

In der Kirche begrüßte Kirchenmusikerin Elisa Meyer-Bohe aus Krusendorf die Kinder, um mit ihnen zur Klavierbegleitung zwei Friedenskanons anzustimmen. Der Pastor liest eine Geschichte vor: „Das kleine Frieden“. „Das Frieden ist ein kleines weises Wesen“, klärt er vorher kurz auf. „So ähnlich wie eine kleine Schildkröte.“ Danach gibt es gemeinsame Friedensgebete für alle Menschen, die unter dem Krieg leiden.

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