Tierschutzverein hilft

Auch um Haustiere ukrainischer Flüchtlinge wird sich in Bad Segeberg gekümmert

Der Tierschutzverein Bad Segeberg und Umgebung hilft den ukrainischen Flüchtlingen im Levo-Park. Tierheimleiterin Anja Steffen (re.) und ihre Stellvertreterin Lea Riepen haben alle voll zu tun und rufen zu Spenden auf.

Der Tierschutzverein Bad Segeberg und Umgebung hilft den ukrainischen Flüchtlingen im Levo-Park. Tierheimleiterin Anja Steffen (re.) und ihre Stellvertreterin Lea Riepen haben alle voll zu tun und rufen zu Spenden auf.

Bad Segeberg. Trockenfutter, Tollwut-Impfung und Tränen – im Levo-Park geht es derzeit nicht nur darum, das Leid der geflüchteten Menschen aus der Ukraine aufzufangen, sondern auch um das Wohl und die Gesundheit ihrer meist vierbeinigen Begleiter. Einige Ukrainer haben ihre Haustiere mit auf die beschwerliche Reise aus dem Kriegsgebiet genommen. Der Tierschutzverein Bad Segeberg und Umgebung kümmert sich um die Tiere, die meist nicht so gut versorgt sind wie „Fiffi“ und „Mausi“ in Deutschland. Die Kosten für die Versorgung sind für den Verein allein nicht zu wuppen. Spenden sind sehr willkommen.

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„Die Kommunikation ist teilweise schwierig“, erzählt Tierheimleiterin Anja Steffen. Viele Geflüchtete aus der Ukraine können ein wenig Englisch sprechen. Bei den Kindern, die mit ihren geliebten Haustieren und Tränen in den Augen vor den Helfern stehen, sei es noch komplizierter zu erfahren, was benötigt wird.

Seit fast einem Monat ist Steffen mehrfach in der Woche im Levo-Park, um den Menschen mit ihren Tieren zu helfen. Mittlerweile haben die Tierschutz-Mitarbeiter Zettel mit Bildern und ukrainischer Sprache verfasst, um möglichst schnell herausfinden zu können, was Herrchen oder Frauchen brauchen. Mit einem Fingerzeig auf das Bild mit dem Katzenklo oder dem Futterspender werden die Nöte der Ukrainer aber schnell klar.

Ukrainische Flüchtlinge haben vor allem Hunde und Katzen dabei

„Einige kommen mit einer Katze auf dem Arm zu uns“, erzählt Tierheimleiterin Anja Steffen. „Dann geben wir ihnen eine Transportbox.“ Die meisten ukrainischen Haustierbesitzer haben Hunde oder Katzen mit dabei. Vögel im Käfig oder Kaninchen seien auch schon dabei gewesen. Nach der Entwurmung werden die Vierbeiner gechippt und registriert.

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Sollten die notwendigen Impfungen gegen Tollwut und anderen Ansteckungskrankheiten noch nicht vorliegen, wird sich auch darum gekümmert. „Die Ukraine ist Tollwutgebiet“, erläutert Anja Steffen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen, die von Tierärztin Heike Schwalenberg aus Groß Rönnau durchgeführt werden. Die Anmeldung beim Veterinäramt im Kreis Segeberg erfolgt im Anschluss.

Tierheimleiterin Anja Steffen hat viele Sachspenden bekommen. Um die Tierarztkosten bezahlen zu können, benötigt der Verein vor allem Geld.

Tierheimleiterin Anja Steffen hat viele Sachspenden bekommen. Um die Tierarztkosten bezahlen zu können, benötigt der Verein vor allem Geld.

„Die Zusammenarbeit mit dem Kreis Segeberg und dem Levo-Park klappt hervorragend“, lobt Anja Steffen, die meist von ihrer Stellvertreterin Lea Riepen unterstützt wird. Den Tierschützerinnen wurde ein Container für die Unterbringung von Futter und Zubehör zur Verfügung gestellt. Zweimal pro Woche bieten sie eine Tierarztrunde an. An drei weiteren Terminen wird Futter ausgegeben.

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Regelmäßige Tierarztrunden im Levo-Park Bad Segeberg

Die Haustiere leben mit den Geflüchteten zusammen in den Wohncontainern, bis ihnen ein anderer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. „Die Not ist groß“, berichtet Anja Steffen. Umso größer sei die Dankbarkeit, die ihrem Team entgegengebracht werde.

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Der Einsatz im Levo-Park ist durch Zufall entstanden. Der Tierschutzverein sollte eigentlich freilaufende Katzen einfangen und kastrieren. Durch Gespräche mit den ersten Ukrainern, die im Levo-Park angekommen waren, zeigte sich schnell, dass die Not nicht nur am „Mann“ groß ist. „Wir stehen erst am Anfang“, ist sich Anja Steffen sicher.

Dank zahlreicher Sachspenden hat das Tierheim mittlerweile einen guten Vorrat an Futter. Die Tierarztkosten – im Schnitt rund 50 Euro pro Tier – müssen vom Verein selbst getragen werden. Daher ruft Anja Steffen zu Spenden auf. „Das Geld kommt direkt bei den Tieren an“, verspricht die Tierheimleiterin. Das Spendenkonto des Tierschutzvereins Bad Segeberg und Umgebung hat die IBAN DE05 2305 1030 0000 9772 76. Sachspenden bittet Anja Steffen telefonisch unter der Rufnummer 04551/6551 anzumelden.

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