Hilfe für Kriegsflüchtlinge

Bornhöved: Spendenlauf für Ukraine-Hilfe mit „überwältigendem Ergebnis“

Der Spendenlauf in Bornhöved für die Ukraine-Hilfe war ein voller Erfolg. Deutlich mehr als 100 Läufer gingen mit spendenbereiten Sponsoren auf die Runde an der Sventana-Schule.

Der Spendenlauf in Bornhöved für die Ukraine-Hilfe war ein voller Erfolg. Deutlich mehr als 100 Läufer gingen mit spendenbereiten Sponsoren auf die Runde an der Sventana-Schule.

Bornhöved. „Auf die Plätze, fertig, Los“, ruft Pastorin Ulrike Egener durch ihr Megafon über den Sportplatz an der Sventana-Schule und die Kinder laufen im Vollsprint los auf die 400-Meter-Runde. „Lauft so viel ihr könnt.“ Denn für jede Runde wollen ihre Sponsoren, Eltern, Omas und Opas und Patentanten für die Ukraine-Hilfe spenden. In nur knapp einer Woche wurde der Spendentag organisiert. Am Ende kommen 7500 Euro zusammen.

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Mehr als 100 Spendenzettel hat der Bürgerverein Bornhöved an der Anmeldung eingesammelt. „Manchen wollen einen Festbetrag von 100 Euro spenden“, sagt Caroline Boock bei einer ersten Durchsicht der Zettel, andere Läufer haben ihr Taschengeld zugesagt. Aber fünf Euro pro Runde seien schon regelmäßig auf den Zetteln vermerkt.

Bornhöved demonstriert Solidarität mit der Ukraine

Mia (8) und Mila (7) haben sich zusammen mit ihren Vätern Marc Lehmann und Jean-Patrice Lamaack für den Spendenlauf angemeldet. Sie haben bereits für das Deutsche Rote Kreuz gespendet für die Ukraine-Hilfe, erzählt Lehmann. Aber man wolle hier noch mal Flagge zeigen. Mehrere Nachbarn und die Großeltern wurden unter anderem als Sponsoren gewonnen.

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Die Mädchen starten zusammen mit den Kindern auf der 400-Meter Sportplatz-Runde, für die Erwachsenen wurde eine gut 1,3 Kilometer lange Strecke am Schulgelände ausgewiesen. Die Anzahl der Runden wird auf einem Zettel von Helfern an der Strecke auf dem Sportplatz markiert. Dafür wurden im Kindergarten Friedenstauben aus Papier gebastelt.

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Viele Organisationen und Einrichtungen im Ort beteiligen sich an der Spendenaktion, haben Werbung gemacht. Selbst Zweijährige wollten mithelfen beim Spendensammeln für die Ukraine. Wie Emma. Nach einer halben Runde muss Mutter Tina van Hetloo die Kleine zwar auf den Arm tragen, aber die Runde zählt. „Ich will noch eine Runde laufen“, kündigt Sohn Lukas (4) an, als die Familie am Rand steht und zuschaut. Er wird später noch mehrfach auf die Strecke gehen.

Hohe Spendenbereitschaft bei Sponsorenlauf und Friedenscafé

„Das Thema Ukraine bewegt uns alle“, sagt Gunda Züllich, in der Kita ihres Sohnes Yannik (4) wurde im Vorfeld für den Spendenlauf geworben. Die regionale Hilfsaktion wolle sie gern unterstützen. „Schön ist, dass daraus auch eine Gemeinschaftsaktion geworden ist“, sagt sie.

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Sportverein, Feuerwehr, Landfrauen, Dorfbewohner – alle machen mit. Gut 500 Menschen sind am Sonntagnachmittag als Läufer, Helfer oder Zuschauer dabei. Wer fertig ist mit Laufen, gibt bei den Betreuern vom Bürgerverein das Geld ab. Die Spendenbereitschaft sei sehr hoch, heißt es schon nach einer Stunde.

Auch in der Mensa der Sventana-Schule klingelt es in der Spendendose. Die Landfrauen haben an die 40 Kuchenbleche und Torten gebacken, die gegen Spenden ausgegeben werden. Am Nebentisch werden Waffeln von Helfern der Offenen Ganztagsschule gebacken. „Einige Menschen stecken 50 Euro in die Dose“, berichtet Bornhöveds Landfrauen-Vorsitzende Sigrid Niels-Rönnau.

Draußen auf der Strecke lichtet sich das Teilnehmerfeld langsam nach einer Stunde. Die trainierten Läufer der Triathleten sehen nach einer Stunde noch nicht müde aus. „Das ist jetzt Runde 20“, sagt eine Helferin, die fleißig Runden abstreicht. Andere Kinder kehren nach einer Pause noch mal auf die Strecke zurück, um doch noch den nächsten Strich auf dem Rundenzettel zu sammeln – und den Jubel der Zuschauer zu genießen.

Spendentag in Bornhöved mit überwältigendem Ergebnis

Auch Bornhöveds Bürgermeister Reinhard Wundram steht an der Strecke. Seine Tochter, sagt er stolz, sei 12 Runden gelaufen. 50 Euro gibt er dafür. Außerdem steht er bei Feuerwehrmann Christopher Baumann auf der Sponsorenliste. „Da ist mein Läufer“, sagt Wundram, als Baumann mit einer großen Ukraine-Fahne in der Hand vorbeiläuft. „Das ist die zwölfte Runde“, ruft der junge Mann. „Es ist ja für einen guten Zweck“, nimmt es Wundram gelassen.

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Bis 17 Uhr war der Lauf offen. „Einem Läufer von der Feuerwehr, Tim Weiße, mussten wir uns regelrecht in den Weg stellen“, berichtet Pastorin Ulrike Egener am Ende des Tages amüsiert. Das Ergebnis des Kassensturzes habe sämtliche Erwartungen bei Weitem übertroffen: „Einige Sponsoren wollen noch Geld überweisen, aber wir haben ziemlich genau 7500 Euro eingenommen“, sagt Egener.

Das Geld soll an das Deutsche Rote Kreuz in Segeberg für die Betreuung der Ukraine-Flüchtlinge im Levo-Park in Bad Segeberg und an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe gespendet werden. Das kümmert sich um humanitäre Hilfe in der Ukraine und an den Grenzen, erklärt Egener.

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