Kisdorf

Bürger wehren sich gegen Verkehrslärm

Foto: Werner Kallinich ist Sprecher der Bürgerinitiative „Lärm macht krank“. Direkt hinter seinem Grundstück läuft die Landesstraße 233 zwischen Henstedt-Ulzburg und Kisdorf.

Werner Kallinich ist Sprecher der Bürgerinitiative „Lärm macht krank“. Direkt hinter seinem Grundstück läuft die Landesstraße 233 zwischen Henstedt-Ulzburg und Kisdorf.

Kisdorf. Direkt hinter seinem Grundstück am Vojensring vorbei führt die Straße, die von zahlreichen Brummifahrern genutzt wird. Bereits vor sechs Jahren hat der engagierte Kisdorfer die Bürgerinitiative „Lärm macht krank“ gegründet, in den vergangenen Wochen hat der Zusammenschluss genervter Bürger neuen Aufwind bekommen. Eine Unterschriftenliste in der Apotheke füllte sich in kurzer Zeit mit über 150 Namen.

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Werner Kallinich hat 2011 das stattliche Haus gekauft – und schnell gemerkt, dass mit dem Lärm vor seiner Terrasse nicht zu spaßen ist. „Hier darf man Tempo 100 fahren“, erklärt der Senior. Erst unmittelbar vor dem Ortsschild muss der Verkehrsteilnehmer auf die Bremse drücken. Das ärgerte Kallinich so sehr, dass er sich entschloss, eine Bürgerinitiative zu gründen. „Ich bin von Haustür zu Haustür gegangen und habe Unterschriften gesammelt.“ Er habe wohl einen wunden Punkt erwischt, denn mehr oder weniger jeder seiner Nachbarn war und ist genervt vom Straßenlärm.

Forderungen bisher ignoriert

Weniger Zustimmung für sein Anliegen fand die Bürgerinitiative nach eigenen Angaben bislang in der Kommunalpolitik, beim Kreis und bei der Polizei. Kallinich fühle sich hingehalten, seine aufwändigen Schreiben beispielsweise an die Verkehrsaufsicht des Kreises Segeberg würden zwar zur Kenntnis genommen – mehr aber auch nicht. Dabei würden Kallinich und seine Mitstreiter nicht Utopisches verlangen. Ihnen gehe es beispielsweise darum, dass auf der L233 eine Temporeduzierung eingerichtet werde. Eine weitere Forderung lautet, den Lkw-Verkehr über Nacht nur mit Tempo 30 quer durch Kisdorf fahren zu lassen.

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Sauer ist die Bürgerinitiative über das in ihren Augen respektlose Verhalten der Nachbarn in Henstedt-Ulzburg, die nicht über den Tellerrand gucken würden. Bereits jetzt mit dem Netto-Logistikzentrum fahre deutlich mehr Schwerlastverkehr durch Kisdorf. An die Zeit, wenn der Rewe-Zentralstandort im Gewerbegebiet fertig sei, mag Kallinich gar nicht denken.

Die Bürgerinitiative „Lärm macht krank“ hat zu einem Informationsabend am Donnerstag, 1. November, ab 20 Uhr im Veranstaltungsraum der Firma Partyservice Selle (Im Hellhörn 7) eingeladen.

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