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Tag der Hebammen

Die Geburtshilfe hat sich verändert

Foto: Marc und Hlene Kamp aus Norderstedt mit ihrem Sohn Klaas Bennet (geboren am 30. April) fühlen sich bei den Hebammen Lore Scheier (links), Aurelia Hayward (2.v.li.) und Joy Sillah (rechts) gut aufgehoben.

Marc und Hlene Kamp aus Norderstedt mit ihrem Sohn Klaas Bennet (geboren am 30. April) fühlen sich bei den Hebammen Lore Scheier (links), Aurelia Hayward (2.v.li.) und Joy Sillah (rechts) gut aufgehoben.

Henstedt-Ulzburg. I Grund genug, sich bei den Geburtshelferinnen in der Paracelsus-Klinik nach deren Arbeit und Bedingungen zu erkundigen. 15 ausgebildete Hebammen arbeiten im Schichtdienst Tag und Nacht auf der Entbindungsstation der Klinik an der Wilstedter Straße. Lore Scheier ist seit 1982 in Henstedt-Ulzburg tätig und eines der Urgesteine der Abteilung. „Schon damals war die Klinik in Henstedt-Ulzburg ein sehr modernes Haus“, erinnert die erfahrene Geburtsexpertin sich. Auch viele Auswärtige beispielsweise aus Hamburg brachten so in der Provinz ihre Kinder zur Welt, denn dort gab es schon damals breitere Betten, Gebärhocker und alternative Geburtsarten, die woanders noch skeptisch beäugt wurden.

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Etwas tun, das auch in 20 Jahren noch Sinn macht

Zu ihrem Beruf ist Lore Scheier quasi wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Ihre Schwester wollte Hebamme werden und hat sie „angesteckt“. Die Schwester suchte sich schließlich doch einen anderen Ausbildungsberuf, Lore Scheier blieb bei der Geburtshilfe. Der Funke sei schnell übersprungen. Im Laufe der Jahrzehnte hat Scheier viele Auf und Ab in der Paracelsus-Klinik mitgemacht – ist aber nach wie vor begeistert von „ihrem“ Haus. Die familiäre Atmosphäre und die übersichtliche Größe mit vier Kreißsälen sorgen ihrer Meinung nach für ein gutes Klima. Das hat auch Joy Sillah beeindruckt, die erst drei Wochen in Henstedt-Ulzburg tätig ist. Sie hat viele deutlich größere Krankenhäuser kennen gelernt. Die Hamburgerin wollte eigentlich etwas im Bereich Kunst machen und damit ihr Geld verdienen. „Aber dann habe ich mir überlegt, etwas Sinnvolles zu machen. Etwas, was auch in 20 Jahren noch Sinn macht“, beschreibt Sillah.

Stille Geburten sind besonders traurig, auch für die Hebammen

Die Geburtshilfe habe sich, da sind die Hebammen sich einig, stark verändert. Die Eltern setzen verstärkt auf Sicherheit, der Druck auf alle Beteiligten sei größer. Auch die Mütter hätten sich verändert, seien heute oft älter und würden gesundheitliche Risiken wie Diabetes und Übergewicht mitbringen. In jeder Situation gelassen und ruhig bleiben müssen die Hebammen. Einfühlungsvermögen, Geduld, Menschenkenntnis und eine gute Beobachtungsgabe seien die Grundvoraussetzungen für den Beruf.

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Jede Geburt verlaufe anders, die Freude, wenn das Kind gesund und munter in den Arm der Mutter gelegt wird, sei aber überall gleich groß. Dennoch gibt es auch traurige Momente, wenn zum Beispiel bei einer stillen Geburt ein Baby zur Welt kommt, von dem man sich gleich wieder verabschieden muss. Das seien besondere Augenblicke, die auch den Hebammen an die Nieren gehen. Natürlich sei man da auch traurig und fühle mit der Familie mit.

Einer der schönsten Berufe überhaupt

Die Hebammen in der Paracelsus-Klinik sind alle fest angestellt, da gebe sowohl den Mitarbeitern als auch der Klinikleitung eine Sicherheit und Verlässlichkeit. Bei jeder Geburt im Kreißsaal ist zwingend eine Hebamme dabei, das sei sogar im Gesetz festgeschrieben.

Aurelia Hayward ist leitende Hebamme in der Paracelsus-Klinik und kann bestätigen, dass ihr Beruf einer der schönsten überhaupt sei, „wenn alles gut geht“, wie sie sagt. In den Tagen nach der Geburt betreuen die Hebammen weiter die Mütter, geben Tipps beim Stillen und überwachen die ersten Entwicklungsschritte der Neugeborenen.

Die Zeiten, in denen die Kinder in separaten großen Sälen gelegt werden, sind schon lange vorbei. „Wir nehmen keiner Mutter ihr Kind weg“, betont Scheier. Im Gegenteil: In der Paracelsus-Klinik gibt es Familienzimmer, in denen der Vater auch mit unterkommt. So sollen die Eltern und ihre Babys so wenig wie möglich getrennt werden.

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