Corona im Kreis Segeberg

Henstedt-Ulzburg: Über 800 Discobesucher müssen in Quarantäne

Die Omikron-Variante des Coronavirus wurde bei mindestens einem Besucher der Partys von Joey Claussen in Henstedt-Ulzburg nachgewiesen.

Die Omikron-Variante des Coronavirus wurde bei mindestens einem Besucher der Partys von Joey Claussen in Henstedt-Ulzburg nachgewiesen.

Henstedt-Ulzburg. Joey Claussen setzt sich seit Monaten dafür ein, dass die Diskotheken trotz Corona-Pandemie laufen dürfen. Nun hat es seine Disco Joy in Henstedt-Ulzburg doch erwischt. Trotz 2G Plus gibt es nach den Partys an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag mindestens einen Besucher oder eine Besucherin, der oder die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Verdacht auf die Omikron-Variante hat sich bestätigt. Das teilt der Kreis Segeberg mit und schlägt Alarm.

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2G Plus wurde laut Infektionsschutz korrekt überprüft

Der Infektionsschutz des Kreises Segeberg fordert nun alle Personen, die an den Weihnachtstagen den Club in Henstedt-Ulzburg besucht haben, auf, sich unmittelbar in Quarantäne zu begeben. In Frage kommen dabei laut Joy-Chef Claussen insgesamt rund 820 Personen. Da Omikron bestätigt wurde, müssen sich auch genesene und geimpfte Kontaktpersonen für 14 Tage isolieren.

Laut Kreis-Sprecherin Sabrina Müller wurden bei den beiden Partys weder Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, noch mussten Abstandsregeln eingehalten werden. Nach Einschätzung des Infektionsschutzes sind allerdings die Einlasskontrollen und damit die Überprüfungen der 2G Plus-Regelung korrekt und gewissenhaft durchgeführt worden.

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Joy-Geschäftsführer Joey Claussen hat am Mittwochnachmittag 622 Besucherinnen und Besucher, die ihre Tickets online gekauft hatten, per E-Mail informiert und sie gebeten, der Aufforderung des Infektionsschutzes nachzukommen. Wer an den Weihnachtstagen im Joy war und somit als enge Kontaktperson gilt, soll sich umgehend mit dem für seinen Wohnort zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzten.

Etwa 200 Joy-Besucher werden noch gesucht

Etwa 200 Personen hatten an der Abendkasse des Joy eine Eintrittskarte gekauft. Um auch sie zu finden, setzt Joey Claussen auf die Mithilfe der anderen Besucher. „Wir haben seit September alle geltenden Vorgaben umgesetzt und unser Möglichstes getan, um eine Situation wie diese zu verhindern“, betont Claussen. „Aber wir wussten immer, dass es keine einhundertprozentige Sicherheit gibt und nun müssen wir gemeinsam versuchen, größeren Schaden zu verhindern.“

Der Infektionsschutz weist darauf hin, dass die Quarantäne nicht automatisch endet, sondern erst „nach einer behördlichen Aufhebung“. Diese könne telefonisch oder schriftlich erfolgen, so Kreissprecherin Müller. Alle anderen Mitglieder eines Haushaltes müssten demnach zunächst nicht in Quarantäne, sollten aber freiwillig auf alle nicht notwendigen Kontakte verzichten.

„Sollte ein Besucher des Joy Symptome entwickeln, müssen auch alle Haushaltsmitglieder zu Hause bleiben – unabhängig vom Impfstatus“, erklärt Müller. Wer in Quarantäne ist, darf das Zuhause nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen.

Alle Personen müssen jetzt in Quarantäne

Da die Omikron-Variante nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen deutlich übertragbarer ist als andere Varianten, werden alle Gäste des Joy als enge Kontaktpersonen eingestuft, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

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