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Krieg in der Ukraine

Appell der Spendenstelle Henstedt-Ulzburg: „Wir brauchen Geld!“

Dieter Riemenschneider (v.li.), Christian Harrs und Karsten Rohlwing mit der Spendenbox in den Händen organisieren die Ukraine-Spendenstelle in Henstedt-Ulzburg. Am Dringendsten wird nun Geld gebraucht - vor allem Firmen werden jetzt von den drei Männern angesprochen.

Dieter Riemenschneider (v.li.), Christian Harrs und Karsten Rohlwing mit der Spendenbox in den Händen organisieren die Ukraine-Spendenstelle in Henstedt-Ulzburg. Am Dringendsten wird nun Geld gebraucht - vor allem Firmen werden jetzt von den drei Männern angesprochen.

Henstedt-Ulzburg. Nach der ersten riesigen Welle der Hilfsbereitschaft ist es ruhiger geworden – obwohl die Not in der umkämpften Ukraine immer noch groß ist. Das berichten Dieter Riemenschneider, Christian Harrs und Karsten Rohlwing. Die drei organisieren hauptsächlich die Spendenannahmestelle auf dem Betriebsgelände von Harrs am Tiedenkamp 17 in Henstedt-Ulzburg.

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„Der Hype ist vorbei“, stellen die tatkräftigen Männer fest. Aber sie wollen auch drei Monate nach Kriegsbeginn weiter helfen und wissen, dass Hilfsmittel immer noch gebraucht werden. „Vielleicht sogar noch mehr als zu Beginn des Krieges“, sagt Riemenschneider. Da die Spenden von Einzelpersonen stark zurückgegangen sind, wenden Harrs, Rohlwing und Riemenschneider sich nun speziell an Betriebe und Unternehmen der Region. „Die sollten jetzt mal in die Tasche greifen“, fordert Riemenschneider.

Hilfsorganisation schickt Anforderungsliste nach Henstedt-Ulzburg

Gebraucht werde vor allem Geld, denn von der Organisation „Help Ukraine Romania“, mit der die Henstedt-Ulzburger Spendenstelle inzwischen vertrauensvoll zusammenarbeitet, liegt eine Liste mit Dingen vor, die in der Ukraine gebraucht werden. Die Henstedt-Ulzburger wollen gezielt diese Sachen wie Seife, Waschmittel, Sonnenblumenöl, Werkzeuge, Taschenlampen, Rucksäcke und viele andere günstig kaufen. Auch Stromgeneratoren, Wasserpumpen, Kabeltrommeln und Funkgeräte werden von den Ukrainern benötigt.

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Karsten Rohlwing ist bereits mehrfach mit einem seiner Lkw und bepackt mit Spenden über Ungarn nach Rumänien gefahren und hat dort an ein so genanntes Hub das Material geliefert. Von dort soll es von rumänischen Helfern mit Kleintransportern direkt ins Kriegsgebiet der Ukraine gebracht werden.

Spendenaktionen jetzt anders organisiert

Durch seine Kontakte dort mit den Rumänen hat Rohlwing die Organisation "Help Ukraine Romania" besser kennen gelernt und abgemacht, dass jetzt nur noch über die Kontaktpersonen dort der Spendenbetrieb laufen soll. Vorher hatten die Henstedt-Ulzburger mit André Pilling Absprachen getroffen. Der Henstedt-Ulzburger war vor dem Krieg in der Ukraine tätig gewesen und hatte für den Ukrainischen Hilfsstab Aktionen in Deutschland organisiert. Riemenschneider, Harrs und Rohlwing bemängeln allerdings fehlende Absprachen und eine etwas konfuse Organisation und stellen ihre Spendenaktivitäten jetzt anders auf.

In vier Wochen geht es wieder von Henstedt-Ulzburg aus los

In vier Wochen startet Karsten Rohlwing zur nächsten Tour nach Rumänien und bittet eindringlich um Spendengelder, damit sein Lastwagen voll wird. Der Kinderschutzbund in Henstedt-Ulzburg hat sein Spendenkonto zur Verfügung gestellt, sodass auch Bescheinigungen ausgestellt werden können (IBAN DE19221914050067592701; Verwendungszweck: „Humanitäre Hilfe für Ukraine“). Pro Tour werden etwa 30.000 Euro gebraucht, alleine der Lkw kostet an Sprit und Maut bis zu 3000 Euro. „Firmen können doch sicher den einen oder anderen Hunderter entbehren“, meint Dieter Riemenschneider augenzwinkernd.

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Den hilfsbereiten Henstedt-Ulzburgern der Spendenstelle ist klar, dass die allgemein gestiegenen Kosten für jeden Bürger eine Belastung sind. Gerade deshalb hoffen sie, mit ihrem Appell diesmal möglichst viele der Firmen und Unternehmen in der Region ansprechen zu können. Dennoch ist die Spendenstelle am Tiedenkamp freitags und sonnabends geöffnet – und vor dem Tor des Betriebsgeländes steht eine große Spendenbox.

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