Üben für den Ernstfall

Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen simulierten Waldbrand im Segeberger Forst

Vor allem Waldgebiete wie der Segeberger Forst, aber auch Graslandflächen, sind wegen Trockenheit in Brandgefahr. Am Sonnabend wird der Ernstfall im Segeberger Forst simuliert und geprobt.

Vor allem Waldgebiete wie der Segeberger Forst, aber auch Graslandflächen, sind wegen Trockenheit in Brandgefahr. Am Sonnabend wird der Ernstfall im Segeberger Forst simuliert und geprobt.

Kreis Segeberg. Der Segeberger Forst im Herzen des Landes brennt. Jedenfalls wird das bei der großen Waldbrandübung mit mehreren hundert Einsatzkräften am Sonnabend angenommen. Es wird das Waldbrandkonzept für dieses Waldgebiet geprobt. „Simuliert wird ein Waldbrand im Segeberger Forst im sogenannten Vollübungsbetrieb, das heißt alle beteiligten Einheiten werden vor Ort sein“, heißt es aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz.

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Neben den Kräften des Kreises Segeberg, einschließlich der im Aufbau befindlichen 8. Brandschutzbereitschaft des Landes, werden die 1. sowie die 2. Brandschutzbereitschaft des Landes aus den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg an der Übung beteiligt sein. Insgesamt wird die Übung mit mehreren hundert Einsatzkräften durchgeführt.

Klimawandel stellt Waldwirtschaft vor Herausforderungen

„Als waldarmes Land muss Schleswig-Holstein besonders fürsorglich mit seinen Wäldern umgehen. Gerade der Klimawandel stellt die Waldwirtschaft zunehmend vor Herausforderungen“, sagt Landwirtschafts- und Forstminister Werner Schwarz. Umso wichtiger sei es, den Krisenfall gemeinsam zu proben. „Ich möchte daher allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr Engagement bei der heutigen Übung danken“, erklärt Minister Schwarz.

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Auch wenn Schleswig-Holstein das Bundesland mit dem geringsten Waldanteil sei, seien große Vegetationsbrände nicht auszuschließen. „Sie müssen daher Berücksichtigung in den Bevölkerungsschutzplanungen des Landes finden. Hierfür wird das Land in den nächsten Jahren weiterhin in Ausrüstung wie zum Beispiel Tanklöschfahrzeuge investieren, die für die Bewältigung derartiger Ereignisse geeignet sind“, heißt es aus Kiel. Neben den organisatorischen und technischen Maßnahmen trage auch der in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahrzehnten vorangetriebene Waldumbau von nadelholzdominierten Beständen in Mischbestände mit einem höheren Laubholzanteil langfristig zur Minderung des Risikos bei.

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„Wir müssen für den Ernstfall vorbereitet sein. Angesichts der zahlreichen Waldbrände, die es mittlerweile jährlich weltweit – und zurzeit ja auch in Deutschland – gibt, ist eine derartige Übung zwingend erforderlich. Nur so können wir sicher sein, dass unsere Einheiten die Abläufe verinnerlichen können“, erklärt Innenstaatssekretär Jörg Sibbel.

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Übungsbetrieb kann Auswirkungen auf die Verkehrslage haben

Die Waldbrandübung mitten im Kreis Segeberg wird angesichts der erwarteten Einsatzkräfte kaum zu übersehen sein: Im und um den Staatsforst Segeberg, also südlich der Bundesstraße 205 und um die B 206, insbesondere nördlich davon, ist mit einem erhöhten Bewegungsaufkommen von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr, Rettungsdienste und anderer Blaulichtorganisationen zu rechnen. Und das im gesamten Tagesverlauf vom Vor- bis in den Nachmittag. Angesichts der für die Übung zu alarmierenden Kräfte ist aber auch über den Tag verteilt mit Alarmfahrten in Richtung Staatsforst Segeberg zu rechnen, im Fall der genannten Brandschutzbereitschaften auch mit Kolonnenfahrten, was den weiteren Verkehrsteilnehmern einige Geduld abverlangen könnte.

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