Bürgermeister setzt sich weiter ein

Kaltenkirchen: Testzentrum geschlossen – aber Impfstelle soll kommen

Wohl bald alles an einem Ort: Impfstelle und neues Testzentrum sollen im Ohlandpark Kaltenkirchen eröffnen.

Wohl bald alles an einem Ort: Impfstelle und neues Testzentrum sollen im Ohlandpark Kaltenkirchen eröffnen.

Kaltenkirchen. Ende vergangener Woche hat das Gesundheitsamt dem Corona-Testzentrum im Ohlandpark einen Besuch abgestattet – und es gleich schließen lassen. „Bei einer unangekündigten Überprüfung wurden Mängel festgestellt“, sagt Kreis-Pressesprecherin Sabrina Müller. Das Zentrum wurde vorübergehend geschlossen. Um welche Mängel es sich handelt, wird nicht gesagt. Müller: „Zu weiteren Details können wir uns aus Datenschutzgründen nicht äußern.“

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Neuen Betreiber für Testzentrum gefunden

Doch die Geschäftsführung des Ohlandsparks hat schon für Ersatz gesorgt. Dem ehemaligen Betreiber habe man gleich gekündigt, erzählt Famila-Warenhausleiter Andreas Findeisen. „Wir haben einen neuen Betreiber und sind gerade am Aufbau der neuen Teststation. Jetzt fehlt uns nur noch grünes Licht vom Gesundheitsamt.“ Hinter dem Neuen steckt die Firma „MedX project“ mit Sitz in Lentföhrden. „Wir hoffen, dass wir morgen oder übermorgen die Teststation wieder öffnen können“, so Findeisen: „Es gibt viele Anfragen für Tests.“

"MedX project" soll aber in Kaltenkirchen nicht nur testen, sondern künftig auch impfen. Das berichtet Findeisen. Bürgermeister Hanno Krauses Kampf um eine ständige Impfstelle ist zwar beim Kreis und beim Land gescheitert. Dafür geht er die Sache jetzt zusammen mit Famila in Eigenregie an. "Sollte alles laufen wie geplant, gibt es vielleicht ab kommender Woche schon eine Impfstelle mit vier Impfstraßen im ehemaligen Aldi-Markt", sagt Findeisen.

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Infrastruktur für Impfstelle ist jetzt gegeben

Das bedeute aber nicht, dass dort, so wie zuvor im Impfzentrum, täglich geimpft werde, so Krause. „Wir haben nur für die Infrastruktur gesorgt. Wie viele Termine wir bekommen, hängt von der Kassenärztlichen Vereinigung und vom Land ab“, sagt er. Im ehemaligen Aldi-Markt wurden Kabinen und Stellwände aufgebaut, der Bauhof hat Tische und Stühle besorgt, die EDV gibt es leihweise von der Stadt. Betreut wird die Impfstelle, wie zuvor auch das frühere Impfzentrum, von dem städtischen Angestellten Markus Bleckmann. „Da ist jetzt alles so aufgebaut, wie in einem Impfzentrum“, sagt krause: „Da haben wir viel Zeit und Engagement reingesteckt. Das klappte aber, auch dank Famila, schnell und unbürokratisch.“

Wie oft nun im Ohlandpark geimpft wird, wird sich zeigen. Andreas Findeisen wird die Termine koordinieren. Von Kreis und Land ist Hanno Krause immer noch enttäuscht. Seiner Bitte um eine offizielle Impfstelle wurde nicht nachgekommen. Zuletzt hatte Krause vom Gesundheitsministerium ein Schreiben erhalten, in dem ihm für sein „hohes Engagement“ gedankt wurde. Krause wurde empfohlen „beispielsweise gemeinsam mit niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten außerhalb deren Praxisräumlichkeiten vor Ort entsprechende Impfangebote zu organisieren“. Das hat er jetzt getan. Und ans Gesundheitsministerium schrieb er zurück: „Sehr bedauerlich, dass wir von Seiten des Landes SH dazu keine nennenswerte Unterstützung erhalten.“

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