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Krieg in der Ukraine

Kayhuder Feuerwehr und andere helfen Einsatzkräften im Kriegsgebiet

Matthias Slamanig und Friedrich Rantzau konnten von Matthias Bellmann und Nils Offer von der Feuerwehr Kayhude auch eine ausgediente Tragkraftspritze für die Ukraine abholen.

Matthias Slamanig und Friedrich Rantzau konnten von Matthias Bellmann und Nils Offer von der Feuerwehr Kayhude auch eine ausgediente Tragkraftspritze für die Ukraine abholen.

Kayhude. Die Feuerwehren helfen nicht nur, wenn in den Kommunen im Kreis Segeberg der Notfall eingetreten ist, sondern auch in der umkämpften Ukraine. Die Kayhuder Wehr mit Matthias Bellmann an der Spitze beteiligt sich an einer Hilfsaktion der Feuerwehr Rastorf im Kreis Plön. Deren Wehrführer Matthias Slamanig und Feuerwehrmann Friedrich Rantzau holten am Freitagnachmittag ausrangiertes aber voll funktionsfähiges Einsatzmaterial ab. In der kommenden Woche geht alles Richtung Kriegsgebiet.

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Für Matthias Bellmann und seine Kameradinnen und Kameraden in Kayhude war es gleich klar, dass sie helfen. Zumal der Zeitpunkt günstig war. Ein Teil ihrer Gerätschaften war erneuert worden, sodass unter anderem eine Tragkraftspritze mit verladen werden konnte. Dazu kamen Schutzhelme, Verteiler, Werkzeuge, Schläuche, Tragen, Feuerlöscher und Schutzkleidung. Bürgermeister Bernhard Dwenger gab das Okay für die Überlassung der Sachen an Matthias Slamanig und Friedrich Rantzau von der Freiwilligen Feuerwehr Rastorf im Kreis Plön. Die beiden hatten zuvor bereits bei der Kreisfeuerwehrzentrale in Bad Segeberg Feuerwehrbedarf entgegen genommen.

Im März ging der erste Spendentransport an ukrainische Feuerwehren

Die Plöner hatten im März mehrere Fahrzeuge voll Spenden in die Ukraine gebracht und verfügen über die notwendigen Kontakte ins Krisengebiet. "Alles kommt dort an, wo es gebraucht wird", versichert Slamanig. Am 20. Mai werden mehrere Lkw wieder gen Osten aufbrechen. Mit dabei die Sachen aus Segeberg. Kurz vor der polnisch-ukrainischen Grenze werden die diese von Ukrainern entgegen genommen. "Es wird dann direkt nach Lwiw transportiert", sagt Friedrich Rantzau. Unter anderem wird den ukrainischen Einsatzkräften ein Löschfahrzeug zur Verfügung gestellt.

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Die Feuerwehr Kayhude macht mit bei der Hilfsaktion der Kameraden aus Rastorf im Kreis Plön. Friedrich Rantzau (von links), Matthias Bellmann, Matthias Slamanig und Nils Offer sagen: nicht sollte, hätte, könnte, würde, sondern machen!

Die Feuerwehr Kayhude macht mit bei der Hilfsaktion der Kameraden aus Rastorf im Kreis Plön. Friedrich Rantzau (von links), Matthias Bellmann, Matthias Slamanig und Nils Offer sagen: nicht sollte, hätte, könnte, würde, sondern machen!

Über einen beruflichen Kontakt zwischen dem Kayhuder Geschäftsmann und Feuerwehrmann Nils Offer und Friedrich Rantzau von der Wehr Rastorf kam es nun zu der Zusammenarbeit. Die Beteiligten wünschen sich, dass das Schule macht und die Segeberger Wehren vielleicht auch mal genauer ins Lager gucken, was sie entbehren können. „Unseren Gerätewart mussten wir erst überzeugen“, verrät Matthias Bellmann und lacht. Aber die Kayhuder Wehr bleibe selbstverständlich einsatzbereit und hat nur Dinge zur Verfügung gestellt, die über sind. „Das war ein positiver Zufall“, erklären die Beteiligten.

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"Wir können etwas erreichen", ist Initiator Matthias Slamanig sicher. Genau wie andere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sieht er im Fernsehen oft genug, wie die ukrainischen Einsatzkräfte arbeiten. Das erschüttert ihn. Das sei schon etwas anderes als beispielsweise die Flutkatastrophe in Westdeutschland, meint auch Kayhudes Wehrführer Bellmann. Wenn Feuerwehrleute möglicherweise unter Beschuss versuchen, Menschen aus Trümmern zu retten oder brennende Gebäude zu löschen, könne man das nicht mit Einsätzen hier vergleichen.

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Die Kontaktperson in der Ukraine organisiert den Katastrophenschutz in der Region Lwiw. Die Feuerwehr ist dort anders organisiert und verfügt fast nur über Berufsfeuerwehrleute. „Seine Einsatzkräfte musste er alle an Regionen im Osten abgeben, dort werden sie dringender gebraucht“, sagt Slamanig. Nun werde versucht, eine Freiwilligenwehr aus dem Boden zu stampfen.

Weitere Hilfstransporte in die Ukraine sind geplant

Es sind weitere Hilfstransporte geplant. Ansprechpartner für Feuerwehren, die sich beteiligen möchten, ist Matthias Slamanig, Telefon 0151/67843875, Mail an matthias.slamanig@t-online.de. „Wir sind froh über jede Feuerwehr, die mitmacht“, betont der Organisator. Er stellt Bedarfslisten zusammen, mit Dingen, die am nötigsten im Kriegsgebiet benötigt werden. Die Wehren können dann schauen, ob sie Material beisteuern können.

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