Bad Bramstedt

Keine Pause für die neue Bürgermeisterin

Foto: Der stellvertretende Bürgermeister Burkhard Müller gratulierte Verena Jeske mit einem Blumenstrauß. Später wurde noch lange im Kaisersaal gefeiert.

Der stellvertretende Bürgermeister Burkhard Müller gratulierte Verena Jeske mit einem Blumenstrauß. Später wurde noch lange im Kaisersaal gefeiert.

Bad Bramstedt. Auch in den nächsten Monaten gibt es für sie kein Ausruhen. Gestern war sie auf einer Fortbildung, zu der sie ihr Noch-Arbeitgeber, das Schifffahrtsamt Hamburg, sie geschickt hatte. „Den Urlaub habe ich durch den Wahlkampf aufgebraucht. Ich werde hier in meinem jetzigen Beruf bis zum 31. Januar tätig bleiben und am 1. Februar im Rathaus meine neue Dienststelle antreten“, erzählte die künftige Bürgermeisterin. Trotzdem will sie in den nächsten Wochen die politischen Gremien in Bad Bramstedt besuchen, soweit es ihre Zeit irgendwie zulässt. „Ich muss mich auf meine neue Aufgabe vorbereiten, da habe ich schon Respekt vor“, sagt die angehende Bürgermeisterin.

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Eine Wohnung soll zunächst reichen

Und sie will mit ihrer Familie eine Wohnung in Bad Bramstedt suchen. Ein Einfamilienhaus soll es erst einmal nicht werden. „Es wird einfach zu wenig Zeit für die Gartenarbeit geben. Und die wenige Zeit, die mir bleiben wird, möchte ich dann auch mit meinen Kindern und meinem Mann verbringen“, verriet die Wahlsiegerin. In Bad Bramstedt gebe es ja soviel Grün, da sei ein Garten nicht unbedingt nötig.

Überraschend klar hatte die 39-Jährige am Sonntag mit 58 zu 42 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Hans-Jürgen Kütbach (58) gesiegt. Sie hatte einen Vorsprung auf Kütbach von 950 Stimmen. Insgesamt erhielt sie 3449 Stimmen. Beim ersten Wahlgang vor vier Wochen hatte sie 47 Stimmen vor Kütbach gelegen, sodass eigentlich ein Kopf-an-Kopfrennen zu erwarten war. Das blieb aber aus. Alle zwölf Wahlkreise gingen an Jeske.

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Aura des Unbesiegbaren war verloren gegangen

Kütbach erklärte seine Niederlage mit dem Haustür-Wahlkampf seiner Gegnerin, der offenbar sehr erfolgreich gewesen sei. Es habe aber auch "eine allgemeine Wechselstimmung geherrscht", verstärkt noch einmal durch seine Niederlage schon im ersten Wahlgang. Dadurch sei ihm die "Aura des Unbesiegbaren" verloren gegangen. Außerdem habe der zum Teil für Bad Bramstedt ungewöhnlich raue Ton seiner Anhänger im Wahlkampf manchen wohl abgeschreckt, analysierte Kütbach.

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