Platz der Phantasie Bornhöved

Sventana-Schüler verarbeiten den Krieg im Kunstforum Alte Schmiede

Kunstforum in Bornhöved: „Mir läuft immer noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich das Bild von Maurice Lamp, Mattes Beuck und Marec Peters betrachte," sagte die Kunsterzieherin Alexandra Schulz von der Sventana-Schule. Ihre Kunstklasse beteiligte sich erstmals an der Ausstellung.

Kunstforum in Bornhöved: „Mir läuft immer noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich das Bild von Maurice Lamp, Mattes Beuck und Marec Peters betrachte," sagte die Kunsterzieherin Alexandra Schulz von der Sventana-Schule. Ihre Kunstklasse beteiligte sich erstmals an der Ausstellung.

Bornhöved. Zwei Tage lang hat sich die urige Alte Schmiede in Bornhöved wieder in einen Ausstellungsraum für Kunstschaffende aus der Umgebung verwandelt, zum Platz der Phantasie. Das erste Mal am Kunstforum beteiligt war die Kunstklasse 8a der Sventana-Schule.

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Zwei große stolze Massai-Figuren aus Holz, die Volker Reimers gestaltet hat, wiesen auf dem Platz der Phantasie, wo Tische zu Mitmachaktionen einluden, in die Alte Schmiede. Im Innenraum präsentierten zehn Künstler zwischen Amboss, Esse und alten Schmiedewerkzeugen ihre Werke aus Holz, Keramik, Steinen sowie Fotografien und Gemälde.

Krieg in der Kunst von Schülern beim Kunstforum Bornhöved

Die 21 Jugendlichen der Kunstklasse der Sventana-Schule hatte sich sehr intensiv mit dem Thema „Zukunfts- und Gegenwartsbilder“ beschäftigt mit ihrer Lehrerin Alexandra Schulz.

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„Ich freue mich, dass der Platz der Phantasie durch das gemeinsame Projekt mit der Sventana-Schule unter dem Motto „Zukunftsbilder“ bereichert wird,“ erklärte Kreispräsident Claus Peter Dieck als Schirmherr in seinem übermittelten Grußwort. „Klimawandel, Krieg in der Ukraine und immer noch die Corona-Pandemie laden nicht gerade dazu ein, „Zukunftsbilder“ in den hellsten Farben zu malen, jedoch ist Kreativität für eine neue Veränderungskultur notwendig.“

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Sehr eindrucksvoll ist das Bild von Maurice Lamp, Mattes Beuck und Marec Peters. Es beschäftigt sich mit der Zerstörung des Krieges in der Ukraine. Auf der linken Seite zeigt es das Foto eines Wohnblocks unter strahlend blauem Himmel. Doch im Verlauf des Bildes wird das Wohnhaus zu einer zerbombten Ruine. Die eingefallene Fassade, die noch übrig ist, hebt sich in schwarzer Farbe von dem scheinbar brennenden Himmel im Hintergrund ab.

„Mir läuft immer noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich das Bild betrachte,“ sagt Alexandra Schulz über diese Arbeit. Komplettiert wird die Arbeit im Vordergrund mit dem Kopf aus dem Gemälde „Der Schrei“ des norwegischen Malers Edvard Munch, der das Entsetzen über die Zerstörung ausdrückt.

Alte Schmiede als Ausstellungsraum für Künstler aus der Region

Drei weitere Schüler haben einen Panzer aus Pappmaché geschaffen, mit weißer Friedensfahne und einer blauen Blume, die den Kanonenlauf verstopft. Ein weiterer Schüler erklärt in einfacher Bildsprache seine Wahrnehmung der Machtverhältnisse im Ukraine-Russland-Krieg. Dabei verwendet er doppeldeutig „Machtpfeile“ und „Macht Schluss“.

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"Sein Blick in die Zukunft ist fast so detailreich wie die Wimmelbilder von Ali Mitgutsch", freut sich Lehrerin Alexandra Schulz über das idyllische Bild von Jan Lukas Clausen über die hoffnungsvolle Zukunft.

"Sein Blick in die Zukunft ist fast so detailreich wie die Wimmelbilder von Ali Mitgutsch", freut sich Lehrerin Alexandra Schulz über das idyllische Bild von Jan Lukas Clausen über die hoffnungsvolle Zukunft.

Schüler Jan Lukas Clausen wollte ein echtes Zukunftsbild malen. „Sein Blick in die Zukunft ist fast so detailreich wie die Wimmelbilder von Ali Mitgutsch“, meint seine Lehrerin Alexandra Schulz.

Etwa 100 Besucher waren am ersten Tag des Kunstforums gekommen. Es wurde eröffnet von Hans-Peter Küchenmeister, Besitzer der Alten Schmiede und Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins, von Sönke Ehlers, stellvertretendem Bürgermeister und Organisator Horst Detering.

Platz der Phantasie: 100 Besucher am Tag der Eröffnung

Bereits seit vier Jahren gibt es das Kunstforum. Barbara Bull aus Trappenkamp, Christa Detering aus Bornhöved und Nicola Mertens aus Negernbötel haben sich schon mehrmals mit ihren unterschiedlichen Werken am Kunstforum beteiligt wie auch Jürgen Felber aus Groß Rönnau, der dieses Mal besonders mit seinen kolorierten Linoldrucken von Häuserfronten fasziniert, wobei er ganz raffiniert auch farbige Collagen mit einbezieht. „Ich arbeite hier mit mehreren Platten,“ betont der ehemalige Kunsterzieher.

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Vor der Alten Schmiede wurde die diesjährige Kunstausstellung der Kunstschaffenden aus dem Gebiet Bornhöved eröffnet. Zwei Massai-Figuren aus Holz von Volker Reimers weisen den Weg in die Ausstellung.

Vor der Alten Schmiede wurde die diesjährige Kunstausstellung der Kunstschaffenden aus dem Gebiet Bornhöved eröffnet. Zwei Massai-Figuren aus Holz von Volker Reimers weisen den Weg in die Ausstellung.

„In dieser Ausstellung wird die kreative Kraft der Region gezeigt,“ meint Hans-Peter Küchenmeister. „Unser Ziel ist, Kunstschaffende und Besucher zusammenzuführen und sie zum Mitmachen anzuregen. Das ist heute wohl auch gelungen.“

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