Kaltenkirchen

Planspiele, Astronomie und Chemie

Foto: Auch das ist Begabtenförderung: Spielerisches Lernen im Chineschisch-Unterricht von Ei Kian Hauschild mit „Ching, Chang, Chong“.

Auch das ist Begabtenförderung: Spielerisches Lernen im Chineschisch-Unterricht von Ei Kian Hauschild mit „Ching, Chang, Chong“.

Kaltenkirchen. Im Enrichmentverbund der Kreise Segeberg und Pinneberg sowie der Stadt Neumünster machten in den letzten neun Monaten über 500 Schüler ab Klassenstufe zwei in 83 Kursen mit. Davon boten 32 einen Einblick in die besondere Förderung. Die reichte von Programmieren und Astronomie über Biotechnologie bis zu Sprachen und Planspielen mit der Geschichte.

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Dass Chinesisch mit seiner völlig fremden Aussprache und den eigenartigen Zeichen erlernbar ist, demonstrierten Grundschüler der Klassenstufe zwei bis vier nach bisher 24 Stunden Unterricht. Von ihrer Lehrerin Ei Kian Hauschild unterstützt, begrüßten die Mädchen und Jungen ihre Gäste – Meihao de yitian –  Guten Tag –, sie stellten sich vor oder zählten von eins bis zehn. Alles erst auf Chinesisch, dann folgte die deutsche Übersetzung. Sogar ein Lied nach der bekannten Melodie von „Meister Jakob“ wurde gesungen.

Ei Kian Hauschild erklärte: „Chinesisch ist eine Tonsprache. Zu jeder Silbe gibt es unterschiedliche Töne.“ Bleibt die Stimmlage? Wird die Stimme gehoben oder gesenkt? Schon entstehen andere Bedeutungen. Die Frau, die zur chinesischen Volksgruppe in Malaysia gehört und seit 1981 in Deutschland lebt, bemerkte: „Beherrscht man rund 3000 Schriftzeichen, so reicht das, um Zeitung lesen zu können.“ Der deutsche Ehemann ergänzte: „Wer Chinesisch lernen will, muss gleichzeitig die Lautschrift lernen.“.

Beim Kurs „An sechs Samstagen den Lauf der Geschichte ändern“ reichten die Themen von den Kreuzzügen über die Kuba-Krise bis zum Krieg in Syrien. Tino Schroeder, Lehrer am Kaltenkirchener Gymnasium, versuchte über Planspiele einen anderen Zugang zur Geschichte zu vermitteln. So versetzten sich seine Kursteilnehmer in die Lage von Fidel Castro, Nikita Chruschtschow oder John F. Kennedy. Zur militärischen Auseinandersetzung führten die Rollenspiele dabei nicht. „Aber Kuba wurde bei unserem Variantenspiel zur Atommacht“, meinte eine Teilnehmerin schmunzelnd. Ein anderer Teilnehmer betonte: „Beim Enrichment sind alle sehr interessiert. Der Unterricht ist viel intensiver.“

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Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich in der Begabtenförderung die Stiftung der Sparkasse Südholstein. Geschäftsführerin Doris Grote: „Es ist faszinierend zu beobachten, mit welchem Einsatz und mit welcher Freude die Kinder und Jugendlichen lernen.“

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