Fiese Masche

Polizei: Trickbetrüger bestiehlt zwei Senioren zu Hause in Bad Segeberg

Auf die Geldbörsen hatte es der Täter abgesehen.

Auf die Geldbörsen hatte es der Täter abgesehen.

Bad Segeberg. Zwei Senioren in Bad Segeberg sind auf einen Trickbetrüger hereingefallen und von dem Mann bestohlen worden. Die Beute ist gering. Nach dem Täter wird nun gefahndet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Taten ereigneten sich am Montagnachmittag, berichtet Lars Brockmann, Pressesprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg. Um 17.35 Uhr klingelte ein Unbekannter bei einem 67-Jährigen in der Geschwister-Scholl-Straße.

Trickbetrüger in Bad Segeberg arbeitete angeblich für Telekom

Der Täter gab sich als Mitarbeiter der Deutschen Telekom aus und fragte nach dem Router. Der Bad Segeberger begab sich daraufhin ins Wohnzimmer zum Router. Im weiteren Verlauf fragte der angebliche Mitarbeiter nach den Vertragsmodalitäten. Nachdem er angeblich kein günstigeres Angebot unterbreiten konnte, verabschiedete er sich.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Kurz darauf bemerkte der 67-Jährige, dass seine Geldbörse fehlte. Sie hatte sich im Flur befunden. Groß war die Beute nicht. Rund zehn Euro waren im Portemonnaie gewesen.

Auch in Nachbarstraße lauerte Trickbetrüger Senioren auf

Im nahe gelegenen Steinkamp kam es wenig später zu einer ähnlichen Tat. Kurz vor 18 Uhr klingelte vermutlich der selbe Täter bei einer 83-Jährigen. Er verschaffte sich hier ebenfalls Zugang zur Wohnung, indem er die Seniorin nach einem Glas Wasser fragte und darum bat, die Toilette benutzen zu dürfen.

Lesen Sie auch

Die Frau bemerkte, dass plötzlich ihre Geldbörse weg war. Sie konfrontierte den Mann damit. Der bot ihr an sie abzutasten. Das Portemonnaie befand sich nicht am Körper. Daraufhin verließ der Mann die Wohnung. Kurz darauf fand die Frau ihre Geldbörse im Mülleimer – ohne Bargeld darin. Sie verlor rund 120 Euro.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

So soll der mutmaßliche Trickbetrüger in Bad Segeberg ausgesehen haben

In beiden Fällen soll es sich um einen etwa 30-Jährigen gehandelt haben, sagt Brockmann. Er war demnach zwischen 1,75 und 1,85 Meter groß und von kräftiger Statur. Er trug eine schwarze Hose und ein blaues Oberteil mit einem Telekom-Emblem oder einer Ansteckkarte. Der Unbekannte hatte schwarze Haare und einen gepflegten Vollbart, sprach fließend Hochdeutsch und ist vom äußeren Erscheinungsbild südeuropäisch.

Beamte des Polizeireviers Bad Segeberg nahmen in beiden Fällen Strafanzeigen auf. Die Fahndung nach dem Unbekannten verlief bislang ergebnislos. Die Kriminalpolizei Bad Segeberg hat Zeugen gebeten, sich zu melden (Telefon 04551/8840), falls sie Hinweise etwa zur Identität des Täters und einem möglicherweise verwendeten Fahrzeug geben können.

Auch in Norderstedt gab es schon ähnliche Fälle von Trickbetrug

Ähnliche Trickbetrüger waren auch schon in Norderstedt unterwegs. Dort haben sie sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgegeben, die angeblich die Wasseruhr ablesen wollten, sagt Lars Brockmann. Ein anderes Mal solle es sich um einen Wasserrohrbruch gehandelt haben.

Die Polizei hat ausdrücklich davor gewarnt, fremde Personen in die eigenen vier Wände zu lassen. Trickdiebstahl in Wohnungen sei nach dem Taschendiebstahl auf der Straße die vermutlich häufigste Straftat, von der ältere Menschen betroffen sein können.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Trickbetrüger haben drei Maschen drauf

Die Täter wenden drei Grundmuster an: Sie täuschen eine Notlage vor, die späteren Opfer sollen dann in der Wohnung helfen. Oder sie geben sich als Beschäftigte in einer offiziellen Funktion aus, weshalb sie die Wohnung betreten müssten. Oder sie behaupten eine persönliche Beziehung zum Opfer, weshalb sie in die Wohnung gehen könnten.

Von der Bitte nach einem Glas Wasser oder Papier und Stift, um einem Nachbarn eine Nachricht zu hinterlassen, bis zu angeblichen Handwerkern sind der Kreativität der Diebe keine Grenzen gesetzt. „Opfer der Täter sind fast ausschließlich ältere, teils hochbetagte Menschen“, sagt Brockmann.

Polizei Segeberg warnt vor Tricks der Betrüger

Die Polizei hat geraten, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen. „Im Zweifel holen Sie sich nachbarschaftliche Unterstützung oder melden Sie sich bei der Polizei.“ Bei angeblichen Dienstleistern kann es helfen, diese zunächst vor der verschlossenen Tür warten zu lassen, die Firma anzurufen und sich die Echtheit des Mitarbeiters bestätigen zu lassen.

Weitere Tipps gibt die Polizei unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/trickdiebstahl-in-wohnungen/ sowie unter www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI/Praevention/Senioren/_artikel/sicherheitstipps_artikel.html, teilte Lars Brockmann mit.

Mehr aus Segeberg

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen