Drawsko Pomorskie

Spendenaktion in Bad Bramstedt für ukrainische Flüchtlinge in Polen

Bürgermeisterin Verena Jeske (links) und Agatha Schuster, Beauftragte für die Städtepartnerschaft mit Drawsko Pomorskie, organisieren die Spendenaktion für Ukrainische Flüchtende.

Bürgermeisterin Verena Jeske (links) und Agatha Schuster, Beauftragte für die Städtepartnerschaft mit Drawsko Pomorskie, organisieren die Spendenaktion für Ukrainische Flüchtende.

Bad Bramstedt. Tausende Menschen aus der Ukraine fliehen derzeit vor dem Krieg in ihrem Land. Ziel sind die Nachbarländer, unter anderem Polen, wo die Flüchtenden im ganzen Land verteilt werden. Einer der Orte, an dem jetzt schon Ukrainer angekommen sind, ist die Stadt-und Landgemeinde Drawsko Pomorskie – Bad Bramstedts Partnerstadt.

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Und genau dorthin soll bereits am Sonnabend ein ganze Lkw-Ladung Sachspenden transportiert werden. „Wir rufen die Bad Bramstedter Bürgerinnen und Bürger zum Spenden für die Ukrainischen Flüchtlinge auf“, sagt Verena Jeske, die am Wochenende zusammen mit Agatha Schuster die Idee für die Spendenaktion entwickelt hat. Schuster ist die ehrenamtliche Beauftragte für die Städtepartnerschaft mit Drawsko Pomorskie. „Wir haben auch schon viele Anfragen von Bürgern bekommen, ob und wie die Stadt helfen kann. Es gibt eine große Spenden- und Hilfsbereitschaft in Bad Bramstedt“, ist sich Jeske sicher.

Keine Kleidung, dafür Hygieneartikel, Batterien oder Tierfutter

„Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden Sachspenden jeweils zwischen 16 und 19 Uhr in der kleinen Turnhalle der Auenlandschule entgegen genommen“, erklärt Jeske. Agatha Schuster hat in Drawsko nachgefragt, wo der Bedarf groß ist: „Von Kleiderspenden wird zunächst abgesehen, außer es handelt es sich um Strümpfe und Handschuhe“, sagt sie.

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Benötigt werden Batterien, Ladegeräte für Handys, Powerbanks, Taschenlampen, warme Decken, Verbandmaterial, Schmerzmittel und Medikamente, Hygieneartikel aller Art, auch Babywindeln, Tampons und Damenbinden. Außerdem werden auch haltbare Lebensmittel wie Konserven und Trockenprodukte sowie Wasser und andere Getränke entgegen genommen. Und weil viele Ukrainer auch mit ihren Haustieren fliehen, gehört Tierfutter ebenfalls zu den dringend benötigten Sachspenden.

Wegen Stromausfall: Bargeld und Benzin in Drawsko rationiert

Die Stadt hat außerdem ein Spendenkonto eingerichtet, denn Geld wird ebenfalls gebraucht. „Wir werden das Geld am Freitagabend gleich in Bar und in der polnischen Währung Zloty von der Bank abholen“, sagt Jeske. In Drawsko gebe es derzeit nämlich ein Problem: „Durch den Sturm gab es dort eine Woche lang keinen Strom. Bargeld, Benzin und Diesel werden rationiert. Die Menschen können dort im Moment kein Geld am Automaten abholen.“ Und weil von Drawsko aus auch Sachspenden in die Ukraine geschickt werden sollen, werde Bargeld unter anderem für den Diesel-Treibstoff benötigt.

„Wir werden persönlich dafür sorgen, dass das Geld genau da ankommt, wo es gebraucht wird“, verspricht die Bürgermeisterin. Sie selbst wird zusammen mit Agatha Schuster den Transport nach Drawsko Pomorskie begleiten. Sonnabend früh geht es los, die Rückkehr ist für Montag eingeplant. Schuster ist seit dem Wochenende mit Freunden in Drawsko im Kontakt: „Die Spendenaktion wird in Polen zentral gesteuert“, weiß sie: „Dort werden die Sachspenden genau dorthin gebracht, wo sie auch gerade benötigt werden.“

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Es sei übrigens nicht auszuschließen, dass die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere Spendenaufrufe starten wird. Dann vielleicht für Flüchtende, die in Deutschland und auch direkt in Bad Bramstedt ankommen, sagt Jeske.

Das Spendenkonto: Stichwort "Drawsko", IBAN: DE80230510300000100501. Ab einem Betrag von 60 Euro wird im Rathaus auch eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Wer Fragen zur Spendenaktion hat oder bei der Annahme der Spenden helfen möchte, kann sich im Rathaus unter der Telefonnummer 04192/ 506848 melden oder eine E-Mail an spendenaktion@bad-bramstedt.de senden.

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