Bad Bramstedt

Vor vollendete Tatsachen gestellt

Foto: Nach dem Unterricht geht es in die Nachmittagsbetreuung. Für immer mehr Kinder gehört das zum Schulalltag.

Nach dem Unterricht geht es in die Nachmittagsbetreuung. Für immer mehr Kinder gehört das zum Schulalltag.

Bad Bramstedt. Für die Kündigung hatten sich in vertraulicher Sitzung die CDU-Stadtverordneten und die Bürgermeister aus dem Umland ausgesprochen. CDU-Stadtverordneter Burkhard Müller erklärte den Grund: „Der Schulverband will mehr Einfluss haben.“ Beispielsweise sei es irgendwann erforderlich, die Elternbeiträge anzuheben. „Das geht zurzeit nur mit Zustimmung des Kinderschutzbundes.“ Der neue Verein soll dagegen nur aus der Stadt und den Umlandgemeinden bestehen, Bürger können nicht Mitglied werden. Beschlüsse des Schulverbandes könnten so schnell umgesetzt werden. Kütbach bekam den Auftrag, den Übergang zu organisieren. Der Schulverbandsvorsteher und Bad Bramstedter Bürgermeister betonte gegenüber der Segeberger Zeitung, dass möglichst alles so weiterlaufen soll wie bisher. Der gesamte Betrieb soll nur auf den neuen Verein übertragen werden. Dabei geht es um ein jährliches Kostenvolumen von rund 200.000 Euro.

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Kündigung kam wie aus heiterem Himmel

Für den Kinderschutzbund kam die Kündigung wie aus heiterem Himmel. „Mir wurde von Seiten der Verwaltung ein Schreiben übergeben, in dem wir über die Beschlüsse des Schulverbandes informiert wurden“, erklärte Karin Steffen vom DKSB. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt."

Heftige Kritik kommt von der SPD, der auch Karin Steffen angehört. Stadtverordneter Manfred Spies spricht von einem „Rauswurf“. Die Entscheidung sei „ein Schlag ins Gesicht des DKSB und für alle, die bislang dachten, dass ehrenamtliches Engagement in der Stadt gebührende Anerkennung finden würde.

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Vor 20 Jahren Pionierarbeit geleistet

Mit der Kündigung geht eine über 20 Jahre währende Schülerbetreuung des DKSB in Bad Bramstedt zu Ende. In den Neunzigerjahren hatte der Verband zunächst einen „Pädagogischen Mittagstisch“ an der damaligen Hauptschule, heute Gemeinschaftsschule Auenland, gegründet. Die Hauptschule wurde damit zur ersten Bildungsstätte in der Stadt, in der die Schüler mittags essen konnten und anschließend betreut wurden.  Auch die Schulsozialarbeit ging aus dem dem Pädagogischen Mittagstisch hervor.

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