Kreml-kritischer Sender

Deutscher Journalisten-Verband protestiert gegen Schließung von Echo Moskwy

Ein Aufsteller des Deutschen Journalistenverbandes DJV steht am 05.11.2008 in Rostock während des DJV-Bundesverbandstages 2008 vor dem Tagungssaal.

Ein Aufsteller des Deutschen Journalistenverbandes DJV.

Berlin. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) protestiert gegen die Schließung des russischen und Kreml-kritischen Radiosenders Echo Moskwy und die Löschung des Online- Portals. Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall sieht in der Maßnahme Russlands einen „Willkürakt eines verzweifelten Regimes, das nicht mal mehr ansatzweise Kritik duldet“. Echo Moskwy sei der letzte kritische Radiosender in Russland gewesen, die Journalistinnen und Journalisten dort hätten hervorragende Arbeit geleistet, sagte er am Donnerstag in Berlin.

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Auf seiner Internetseite informierte Echo Moskwy am Donnerstagvormittag über seine Schließung: „Mit Stimmenmehrheit hat der Aufsichtsrat von Echo Moskwy den Beschluss gefasst, den Radiosender und die Webseite ‚Echo Moskwy‘ aufzulösen.“ Der Sender hatte kritisch über den Krieg Russlands gegen die Ukraine berichtet. Die staatlich gehaltene Gazprom-Media-Holding ist Mehrheitseigentümer.

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Bereits am Dienstagabend schrieb der Sender auf Twitter: „Roskomnadsor hat beschlossen, den Radiosender Echo Moskwy vom Netz zu nehmen. Wir sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden“. Roskomnadsor ist die russische Regulierungs-, Aufsichts- und Zensurbehörde für Massenmedien, Telekommunikation und Datenschutz in Russland.

RND/epd

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