Krimi mit Liefers und Prahl

Münster-„Tatort“ erntet viel Kritik: „Als Krimi und Komödie unterirdisch“

Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Axel Thiel (Axel Prahl) hören aus Ihrem Versteck im Keller, wie sich Frau Mann und Herr Muster auf ihrer Suche immer weiter vorarbeiten.

Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Axel Thiel (Axel Prahl) hören aus Ihrem Versteck im Keller, wie sich Frau Mann und Herr Muster auf ihrer Suche immer weiter vorarbeiten.

Der „Tatort“ aus Münster zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten der Krimireihe. Am Sonntagabend (6. März) nahmen Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Axel Thiel (Axel Prahl) wieder Ermittlungen in einem kuriosen Fall auf. Den Zuschauerinnen und Zuschauern hat das aber weniger gefallen: In den sozialen Netzwerken hagelt es Kritik. Doch worum ging es?

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Im zweiten neuen Fall des Jubiläumsjahres (20 Jahre Münster-„Tatort“) begegneten einem früh zwei Verfassungsschützerinnen mit Pagenschnitt, die aussehen, als hätten die Coen-Brüder eine „Men in Black“-Neuauflage in Westfalen gedreht. Professor Boerne erwiderte deren Auskunftsbegehr mit beißender Ironie: „Ich bin meinem Staat immer gerne zu Diensten. Ich habe nur noch nicht verstanden, was er eigentlich von mir will.“ Ein Schuft, der hier den Sound der Lieferschen „Maßnahmenkritik“ heraushörte.

Frau Mann (Daniela Reichert) und Herr Muster (Melanie Reichert) stellen in dem Fall des ermordeten Programmierers Magnus Rosponi eigene Ermittlungen an.

Frau Mann (Daniela Reichert) und Herr Muster (Melanie Reichert) stellen in dem Fall des ermordeten Programmierers Magnus Rosponi eigene Ermittlungen an.

Liefers als Boerne: „Es geht mir um die Fakten“

Jan Josef Liefers intonierte in diesem „Tatort“ die Stimme der Wissenschaft. „Es geht mir um die Fakten“, dozierte er als eitler Professor über den in unablässiger Veränderung dahinströmenden „Fluss der Erkenntnis“.

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Doch er ließ auch aufhorchen. Über die Jahrtausende seien „so viele Beweise verloren gegangen oder absichtlich vernichtet worden“, öffnete der Rechtsmediziner der Verschwörungstheorie einen Spalt, durch den ein Reptiloid schlüpfen könnte. Um solche echsenartigen Aliens, die in Menschengestalt getarnt unsere Gesellschaft unterwandern, ging es im Fall „Prophetheus“.

Heftige Kritik an „Prophetheus“

Es war ein wahrlich skurriler „Tatort“ aus Münster. Aus den Reaktionen in den sozialen Netzwerken lässt sich allerdings ablesen, dass er nicht bei allen gut angekommen ist. Ganz im Gegenteil: „Das ist mit Abstand der schlechteste ‚Tatort‘ aus Münster, den ich je gesehen habe – sehr schade“, lautet das Fazit einer Twitter-Nutzerin. Ein anderer schreibt: „Der ‚Tatort‘ aus Münster heute ist der schlechteste, den ich jemals eingeschaltet habe. Nach zehn Minuten ausgeschaltet.“

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Twitter-Nutzer: „So unglaublich albern“

Viele stören sich nicht an der Thematik, die in der aktuellen Ausgabe aufgegriffen wurde. „So unglaublich albern, dabei war das Thema das richtige. Totally failed“, kommentiert ein Twitter-User, der dem Münster-„Tatort“ die Schulnote sieben geben würde, wenn sie existieren würde. „Wäre das der erste aus Münster gewesen, es wäre der einzige geblieben“, fügt er hinzu.

„Zehn Minuten Tatort mit Jan Josef Liefers, und man erträgt es schon nicht mehr“, meint ein weiterer Nutzer. „Das durchaus brisante Thema Verschwörungstheoretiker wird hier slapstickhaft ins Lächerliche gezogen.“

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Kritik an Rolle von Jan Josef Liefers

Jan Josef Liefers war im vergangenen Jahr Mitinitiator der Aktion „#allesdichtmachen“, mit der sich zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler auf sarkastische Art und Weise für Corona-Lockerungen aussprachen. Liefers wurde in dem Zusammenhang eine Nähe zur Szene der „Querdenker“ vorgeworfen. Dass es nun in „Prophetheus“ um Verschwörungen geht, stößt vielen Zuschauerinnen und Zuschauern sauer auf.

„Es war die missglückteste, schlimmste Wiedereingliederungsmaßnahme aller Zeiten. Auweia, war das schlimm“, kommentiert ein Twitter-Nutzer. „Man könnte meinen, Jan Josef Liefers hätte mit seiner reichhaltigen Erfahrung in der ‚Querdenker‘-Szene das Drehbuch selbst geschrieben“, meint ein anderer. „Dieser ‚Tatort‘ ist als Krimi und Komödie unterirdisch.“

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Schwächste Quote seit 2011

Etwa elf Millionen Menschen sahen sich den Münster-‚Tatort‘ am Sonntagabend an. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 34,5 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen bei 29,3 Prozent. Das berichtet das Branchenportal „dwdl.de“ am Montagmorgen.

Was für viele Sendungen und Shows ein großer Erfolg wäre, ist für die Münsteraner zumindest ein kleiner Rückschlag. Die vorherige Ausgabe der Ermittler Boerne und Thiel vor eineinhalb Monaten sahen noch mehr als 14 Millionen Menschen. Der Marktanteil lag bei über 40 Prozent. Zuletzt schnitt der Münster-„Tatort“ im Jahr 2011 so schwach ab wie der Fall „Prophetheus“.

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