Vergabe von Aufträgen und Besetzung von Stellen

Neue Vorwürfe gegen den NDR: Hamburg-Chefin Rossbach soll Ehemann und Tochter bevorteilt haben

Die Sendeantenne eines Übertragungswagens des Norddeutschen Rundfunks (Symbolfoto).

Die Sendeantenne eines Übertragungswagens des Norddeutschen Rundfunks (Symbolfoto).

Hamburg. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk geht in diesen Tagen durch eine schwere Krise: Die RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wird nach Vorwürfen fristlos entlassen. Ein WDR-Journalist darf nicht mehr alle Themen kommentieren, nachdem seine Mitgliedschaft bei den Grünen offenkundig wird. Und der Landesfunkhausdirektor des NDR in Kiel geht nach Vorwürfen der Parteilichkeit und politischen Einflussnahme in unbezahlten Urlaub.

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Jetzt werden auch Anschuldigungen gegen die Chefin des NDR in Hamburg laut: Landesfunkhausdirektorin Sabine Rossbach wird vorgeworfen, sowohl ihren Ehemann als auch ihre Tochter bei der Besetzung von Stellen und der Vergabe von Aufträgen bevorteilt zu haben.

So soll Rossbach bei mehreren Veranstaltungen, die der NDR begleitet oder durchgeführt hat, Kundinnen und Kunden der PR-Firma ihrer anderen Tochter „untergebracht“ haben. Nach eigenen Angaben liegen dem „Business Insider“ Dokumente vor, die die Verbindung zwischen dem Unternehmen von Rossbachs Tochter und dem NDR nachweisen.

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Zu scharfe Kritik an der Landesregierung nicht erwünscht? Im NDR-Funkhaus in Kiel herrscht Unruhe.

„Politischer Filter“: NDR-Redakteure werfen Senderchefs Einflussnahme vor

Was ist da los im Landesfunkhaus? Nach dem RBB sieht sich nun auch der NDR schweren Vorwürfen ausgesetzt. Zu scharfe Kritik an der Landesregierung sei nicht erwünscht, heißt es. In der Redaktion gebe es „eine Art Pressesprecher der Ministerien“. Der NDR weist die Kritik zurück. Doch die Landespolitik ist alarmiert.

Die Nachrichtenseite beruft sich zudem auf Angaben von „prominenten NDR-Journalisten“ die von der Hamburger NDR-Chefin dazu ermuntert wurden, diese Veranstaltungen zu besuchen. Auf diese Weise habe sich die PR-Agentur prominente Fernsehgesichter als Gäste ihrer Kundinnen und Kunden gesichert. Eine Sprecherin des NDR streitet auch diese Vorwürfe ab.

Und auch der Ehemann von Funkhauschefin Rossbach soll von der familiären Beziehung profitiert haben: Demnach sei Rossbachs Ehemann vom NDR als Berater für Musik für die Regionalwelle in Niedersachsen engagiert worden. Bis zu 50.000 Euro im Jahr habe er damit verdient, berichtet die „Bild“-Zeitung.

RND/alx

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